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Les statues rêvent aussi. Vision einer Rückkehr

Eine Simultanaufführung zwischen Westafrika und München
Regie: Serge Aimé Coulibaly, Jan-Christoph Gockel

 Therese-Giehse-Halle
 Premiere: 15.10.2022
 1 Stunde 25 Minuten
 Deutsch und Französisch mit deutschen Übertiteln
 Stroboskopeffekt
 Do–Sa: 25€, So-Mi 20€, unter 30 Jahren: 10€
 Therese-Giehse-Halle
 Premiere: 15.10.2022
 1 Stunde 25 Minuten
 Deutsch und Französisch mit deutschen Übertiteln
 Stroboskopeffekt
 Do–Sa: 25€, So-Mi 20€, unter 30 Jahren: 10€

Eine Statue der westafrikanischen Prinzessin Yennenga (12. Jhd.) erwacht in den Kellern eines ethnologischen Museums zum Leben und möchte nach Hause zurückkehren. Über Zeiten und Kontinente hinweg, träumen zwei junge Frauen von ihr und nutzen alle Technologien, um eine Verbindung zu Yennengas Heimat herzustellen und ihr die Rückkehr zu ermöglichen.

Nach der erfolgreichen ersten Aufführungsserie im Oktober 2022 spielen wir im Mai 2023 nochmals vier exklusive Aufführungen, die die Kammerspiele live mit Spieler*innen und Publikum in Westafrika verbinden. Unsere Partnertheater stehen diesmal in Bobo-Dioulasso (4. & 5. Mai) und in Ouagadougou (9. & 10. Mai). Das Ensemble spielt an beiden Orten zugleich, steht über eine Live-Kamera im Kontakt. Gemeinsames Theater über 4.000 km Entfernung.

„Les statues rêvent aussi“ bedeutet „Auch Statuen träumen“. Aus der Zusammenarbeit zwischen zwei Regisseuren von zwei Kontinenten entsteht ein poetisches Stück über Kolonisation und Restitution, das Tanz, Theater, Puppenspiel und Video virtuos kombiniert.

Bitte beachten Sie: Das Publikum wird in den Vorstellungen teilweise mitgefilmt. Dies dient nur der Live-Übertragung zu den Spielstätten und dem Publikum in Westafrika und wird nicht aufgezeichnet.

Eine Produktion der Münchner Kammerspiele in Koproduktion mit La Fabrik, Lomé. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN/ tanz:digital/ DIS-TANZ-START des Dachverband Tanz Deutschland und den Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts. Gastspiele in Burkina Faso gefördert durch das Goethe-Institut und in Kooperation mit dem Goethe-Institut Burkina Faso.
  • Unter Verwendung von Texten von Nii Kwate Owoo und seinem Film "You Hide Me" (1970)
  • Regieassistenz Guy Hounou, Anne Sophie Kapsner, Marion Hélène Weber
  • Bühnenbildassistenz Julia Bahn, Rouqaïya Yerima, Yue Ying
  • Kostümassistenz Jacqueline Elaine Koch, Rouqaïya Yerima
  • Ton Caled Boukari, Idabou (El Hadji Abou), Thomas Schlienger, Samuel Tingbo, Ulrich Treutwein
  • Video Jens Baßfeld, Nikos Leeb, Thomas Zengerle
  • Streamingtechnik Idabou (El Hadji Abou), Martin Sraier-Krügermann, Samuel Tingbo, Thomas Zengerle
  • Videoassistenz Vorproben Yuliia Bohgdan
  • Regiehospitanz Vera Karolus
  • Dramaturgiehospitanz Mara Babic
  • Inspizienz Stefanie Rendtorff
  • Übertitelung Agentur SprachSpiel - Yvonne Griesel
  • Übersetzung Übertitel Yvonne Griesel (SPRACHSPIEL), Kate McNaughton
  • Übertitel-Operator*innen Zoe Jungblut, Alina Tempelhoff, Scherief Ukkeh
  • Künstlerische Produktionsleitung Victoria Fischer, Pauline Pascalin
  • Technische Produktionsleitung Adrian Bette, Jonas Pim Simon, Stan Sitou
  • Bühnenmeister Felix Weindl
  • Bühnenmaschinerie Stefan Wickop
  • Beleuchtung Diana Dorn, Weronika Patan
  • Maske Miriam Funck, Alyssia Achille, Raimund Richar-Vetter
  • Kostüm Bernd Canavan, Teresa Winkelmann
  • Requisite Dagmar Nachtmann, Heidemarie Sänger, Wolfgang Staudinger
  • Schreinerei Erik Clauß, Hannes Zippert
  • Schlosserei Friedrich Würzhuber, Jürgen Goudenhooft, Stephan Weber
  • Tapeziererei Maria Hörger, Anja Gebauer
  • Malsaal Evi Eschenbach, Ingrid Weindl
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Erfahren Sie mehr über die Debatten rund um Raubkunst und Resitution in einer Bündelung aus Videos und Textmaterialien.

Wir CyCy

Pressestimmen

„Allein dieser Beginn, bei dem per Split-Screen weit entfernte Welten in ein gemeinsames Bild gebracht werden, erzeugt viel Freude, ja, das Theater kann nicht nur eine Gemeinschaft innerhalb einer Stadt, sondern auch zwischen Orten erzeugen, die tausende Kilometer weit entfernt voneinander liegen.“

Abendzeitung • 17.10.22

„Der Abend bietet träumerische Lösungen für komplexe Probleme. (…) In knapp eineinhalb Stunden entwickelt sich ein kleines, bewegendes Spiel über die Suche nach Gerechtigkeit im Umgang mit kolonialer Raubkunst, fast nicht belehrend. Der Trick ist, dass Gockel und Coulibaly gar nicht erst versuchen, die hitzige Debatte in all ihrer Komplexität abzubilden. Aber sie wissen, wie man gutes Theater macht und nutzen ihre Mittel klug.“

Süddeutsche Zeitung • 16.10.22

„Geschickt changieren der burkinische Choreograph Serge Aimé Coulibaly und der deutsche Regisseur Jan-Christoph Gockel in ihrer „Vision einer Rückkehr“ zwischen ekstatischem Tanz und zartem Puppenspiel, schicken den Beutekunstkurator in seinem Monolog über die Schwierigkeiten der Restitution in die wirre Expression seines eigenen Körpers und den schwarzen Museumswächter als politisch eindeutiges und lautstarkes Sprachrohr auf die Straße vor den Münchner Kammerspielen. (…)

Doch auch wenn die Botschaft klar ist, so hat „Vision einer Rückkehr“ in seiner kontinental-übergreifenden Simultanität, in der Kultur zu einer Gemeinsamkeit wird indem sich zwei Publica in einer Videokonferenz live begegnen, zugleich etwas utopisch Versöhnliches und lässt einen vielleicht deshalb so beeindruckt zurück.“

Bayerischer Rundfunk • 16.10.22

Eine großartige Premiere und eine technische Innovation, ein wegweisendes Stück mit Pionier Charakter.

Infos Sciences Culture • 30.10.22