Foto: Armin Smailovic

MK:

Les statues rêvent aussi. Vision einer Rückkehr

Das spricht man so aus:
Le statü ref ossi.
Das ist Franzöisch und bedeutet:
Statuen träumen auch.

Von Serge Aimé Coulibaly, Jan-Christoph Gockel & Ensemble

 Therese-Giehse-Halle
 Premiere: 15.10.2022
 1 Stunde 45 Minuten
 Deutsch und Französisch mit deutschen Übertiteln
 Stroboskopeffekt
 Do–Sa: 25€, So-Mi 20€, unter 30 Jahren: 10€
 Therese-Giehse-Halle
 Premiere: 15.10.2022
 1 Stunde 45 Minuten
 Deutsch und Französisch mit deutschen Übertiteln
 Stroboskopeffekt
 Do–Sa: 25€, So-Mi 20€, unter 30 Jahren: 10€

In diesem Stück geht es um eine Statue.
Eine Statue ist eine Figur.
Sie ist meistens aus Stein.
Sie stellt eine Person dar.
Hier geht es um die Statue von der Prinzessin Yennenga.
Die Prinzessin kommt aus West-Afrika.
Die Statue ist im Keller von einem Münchner Museum.
Plötzlich wacht die Statue auf.
Sie will zurück nach Hause.

Auf der anderen Seite ist da eine Afronautin aus der Zukunft.
Afronautin bedeutet:
Eine Afrikanerin, die im All unterwegs ist.
Sie träumt von Yennenga.

Dieses Stück spielt in München.
Und in West-Afrika.
In den Städten:
- Lomé
- Togo
- und in anderen Städten in West-Afrika

Die Theater-Gruppe spielt an beiden Orten gleich-zeitig.
Sie sind über Video miteinander verbunden.
So können die Zuschauer*innen gemeinsam ins Theater gehen:
Über eine Entfernung von 7.000 Kilometern.

Das Stück wird zum 1. Mal aufgeführt.

Eine Produktion der Münchner Kammerspiele in Koproduktion mit La Fabrik, Lomé. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN/ tanz:digital/ DIS-TANZ-START des Dachverband Tanz Deutschland und den Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts. Gastspiele in Burkina Faso gefördert durch das Goethe-Institut und in Kooperation mit dem Goethe-Institut Burkina Faso.
  • Unter Verwendung von Texten von: Nii Kwate Owoo und seinem Film "You Hide Me" (1970)
  • Regieassistenz: Guy Hounou, Anne Sophie Kapsner, Marion Hélène Weber
  • Bühnenbildassistenz: Julia Bahn, Rouqaïya Yerima, Yue Ying
  • Kostümassistenz: Jacqueline Koch, Rouqaïya Yerima
  • Ton: Caled Boukari, Idabou (El Hadji Abou), Thomas Schlienger, Samuel Tingbo, Ulrich Treutwein
  • Video: Jens Baßfeld, Nikos Leeb, Thomas Zengerle
  • Streamingtechnik: Idabou (El Hadji Abou), Martin Sraier-Krügermann, Samuel Tingbo, Thomas Zengerle
  • Videoassistenz Vorproben: Yuliia Bohgdan
  • Regiehospitanz: Vera Karolus
  • Dramaturgie: Mara Babic
  • Inspizienz: Stefanie Rendtorff
  • Übertitelung: Agentur SprachSpiel - Yvonne Griesel
  • Übersetzung Übertitel: Yvonne Griesel, Kate McNaughton
  • Übertitel-Operator*innen: Zoe Jungblut, Alina Tempelhoff, Scherief Ukkeh
  • Künstlerische Produktionsleitung: Victoria Fischer, Pauline Pascalin
  • Technische Produktionsleitung: Adrian Bette, Jonas Pim Simon, Stan Sitou
  • Bühnenmeister: Felix Weindl
  • Bühnenmaschinerie: Stefan Wickop
  • Beleuchtung: Diana Dorn, Weronika Patan
  • Maske: Miriam Funck, Alyssia Achille, Raimund Richar-Vetter
  • Kostüm: Bernd Canavan, Teresa Winkelmann
  • Requisite: Dagmar Nachtmann, Heidemarie Sänger, Wolfgang Staudinger
  • Schreinerei: Erik Clauß, Hannes Zippert
  • Schlosserei: Friedrich Würzhuber, Jürgen Goudenhooft, Stephan Weber
  • Tapeziererei: Maria Hörger, Anja Gebauer
  • Malsaal: Evi Eschenbach, Ingrid Weindl
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Pressestimmen

“Allein dieser Beginn, bei dem per Split-Screen weit entfernte Welten in ein gemeinsames Bild gebracht werden, erzeugt viel Freude, ja, das Theater kann nicht nur eine Gemeinschaft innerhalb einer Stadt, sondern auch zwischen Orten erzeugen, die tausende Kilometer weit entfernt voneinander liegen.”

Abendzeitung • 17.10.22

“Der Abend bietet träumerische Lösungen für komplexe Probleme. (…) In knapp eineinhalb Stunden entwickelt sich ein kleines, bewegendes Spiel über die Suche nach Gerechtigkeit im Umgang mit kolonialer Raubkunst, fast nicht belehrend. Der Trick ist, dass Gockel und Coulibaly gar nicht erst versuchen, die hitzige Debatte in all ihrer Komplexität abzubilden. Aber sie wissen, wie man gutes Theater macht und nutzen ihre Mittel klug.”

Süddeutsche Zeitung • 16.10.22

“Geschickt changieren der burkinische Choreograph Serge Aimé Coulibaly und der deutsche Regisseur Jan-Christoph Gockel in ihrer “Vision einer Rückkehr” zwischen ekstatischem Tanz und zartem Puppenspiel, schicken den Beutekunstkurator in seinem Monolog über die Schwierigkeiten der Restitution in die wirre Expression seines eigenen Körpers und den schwarzen Museumswächter als politisch eindeutiges und lautstarkes Sprachrohr auf die Straße vor den Münchner Kammerspielen. (…)

Doch auch wenn die Botschaft klar ist, so hat “Vision einer Rückkehr” in seiner kontinental-übergreifenden Simultanität, in der Kultur zu einer Gemeinsamkeit wird indem sich zwei Publica in einer Videokonferenz live begegnen, zugleich etwas utopisch Versöhnliches und lässt einen vielleicht deshalb so beeindruckt zurück.”

Bayerischer Rundfunk • 16.10.22

Eine großartige Premiere und eine technische Innovation, ein wegweisendes Stück mit Pionier Charakter.

Infos Sciences Culture • 30.10.22