Thomas Bellinck

Thomas Bellinck, (*1983, Deutschland/Belgien) lebt in Brüssel und ist ein Dokumentar-Künstler, dessen Arbeiten Theater, Installationen und TV umfassen. Er hat Germanistik (Universität Leuven) und Theaterregie (RITCS, Brüssel) studiert und arbeitet zur Zeit an seiner Dissertation an der KASK/School of Arts Ghent, wo er zugleich einer der Gründungsmitglieder von The School of Speculative Documentary ist. Bekannt ist er vor allem für seine Arbeiten, die sich mit struktureller Gewalt, Mobilitätsungerechtigkeiten und Erinnerungspolitik beschäftigen, die er zusammen mit anderen Künstler*innen, Expert*innen durch Erfahrung, Akademiker*innen et al. erforscht.

Zwischen 2009 und 2015 hat Bellinck in enger Zusammenarbeit mit dem KVS in Brüssel verschiedene Archiv- und Interviewbasierte Stücke entwickelt. Zugleich hat er Theaterworkshops in der Sint Jan de Deo-Psychiatrie (Gent) und dem Leuvener Gefängnis durchgeführt. 2013 hat er Domo de Eŭropa Historio en Ekzilo entwickelt, ein futuristisches historisches Museum über das “Leben in der früheren EU”. das danach zum europäischen Filmfest nach Rotterdam reiste, zu den Wiener Festwochen, zum Onassis Cultural Center’s Fast Forward Festival in Athen, der Wiesbadener Biennale and dem Festival de Marseille. Seit 2013 war er außerdem eingebunden in die Produktion von “Das Wunder von Almeria”, eine partizipatorische TV-Serie in der Regie von Moon Blaisse über die Verwicklung von industrieller Landwirtschaft und illegalisierter Arbeit im Süden Spaniens.

Zur Zeit entwickelt Bellinck “Simple wie das ABC”, eine Reihe von Performances, Publikationen und Installationen, die die “Grenzmanagement”-Bürokratie hinterfragt, die manchen Menschen große Bewegungsfreiheit ermöglicht, während sie die von anderen Menschen kriminalisiert.