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Photo: Jean Louis Fernandez

MK:

Der Teich

Gastspiel von Gisèle Vienne / Mit: Adèle Haenel
Nach dem Kurzdrama von Robert Walser

 Therese-Giehse-Halle
 1 hour 25 minutes
 French with German surtitles
 Therese-Giehse-Halle
 1 hour 25 minutes
 French with German surtitles

In Robert Walsers Kurzdrama „Der Teich“ entfaltet sich die eindringliche Geschichte eines Jungen, der sich in seiner Familie nicht geliebt fühlt und am Punkt seiner größten Verzweiflung einen Selbstmord vortäuscht. Daraus kreiert die Bühnenkünstlerin Gisèle Vienne gemeinsam mit ihren Schauspielerinnen, acht Puppen und einer trancehaften Licht- und Soundkreation ein faszinierendes Psychogramm und intensives Kammerspiel über die Beziehungsschichten und Machtspiele innerhalb einer Familie. Was wird gesagt, was gedacht? Was wird zwischen den Zeilen ausgespielt? Wie verdichtet sich ein Gefühl zu einer Wahrnehmung? Was ist die adäquate Darstellung der Wirklichkeit? Die prämierte Filmschauspielerin Adèle Haenel und die Tänzerin Henrietta Wallberg verkörpern so virtuos wie abgründig die zehn Figuren aus Walsers Text. Haenel leiht der Perspektive der Kinder ihre Stimme, Wallberg den Erwachsenen. Das Selbst löst sich im emotionalen Taumel auf, die Realität verschwimmt, Melancholie bricht sich bahn.

Der Abend ist ein Trip und ein „Ereignis“ (nachtkritik.de), das nach Gastspielen in ganz Europa für drei exklusive Aufführungen nach München kommt.

  • With: Adèle Haenel, Henrietta Wallberg
  • Concept, Direction, Stage Design, Dramaturgy: Gisèle Vienne
  • Lighting: Yves Godin
  • Sound: Adrien Michel
  • Music Direction: Stephen F. O'Malley
  • Original music: François J. Bonnet, Stephen F. O'Malley
Dates & Tickets
Thu 9.3. 20:00 – 21:25
Fri 10.3. 20:00 – 21:25
Sat 11.3. 20:00 – 21:25
Der Teich
  • Therese-Giehse-Halle
  • 1 hour 25 minutes
  • French with German surtitles

„Adèle Haenel spielt mit den Figurenreden wie ein Kind, das mit sich selbst spricht, mit Figuren seiner selbst, ein Kopf voller Geschichten. Sie spannt sich auf wie ein Messer, sie verkrümmt sich quasi erstickend unter der Vatermacht, das Publikum hält den Atem an, es ist ein Ereignis.“

Nachtritik.de • 19.5.21

„Gerade durch eine mehrfache Übersetzung – vom Dialekt ins Gegenwartsfranzösisch, für das Publikum dann wieder in knappe deutsche und englische Übertitel und von 1902 ins Heute – filtert die Inszenierung die emotionale Kraft, die in Walsers Skizze steckt.“

ORF • 26.5.22