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MK Musik: David Grubbs & Jan St. Werner

Im Verhältnis zwischen Poesie, Raum und Schall entsteht Traverse, die erste gemeinsame Arbeit zweier Avantgarde-Legenden

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Das erste Mal begegnen sich David Grubbs und Jan St. Werner bereits Mitte der Neunziger Jahre. Grubbs spielt seinerzeit bei Gastr del Sol und mit der Red Krayola. St. Werner umrundet den Erdball mit seinen Projekten Mouse On Mars und Microstoria. Es ist die Blütezeit der sogenannten Post-Rock-Ära. Die Klänge der „analogen“ Rockmusik werden allerorts mit den artifiziellen Klängen und repetitiven Strukturen der Elektronika verbunden. An unterschiedlichen Orten sind beide Musiker federführend in dieser Hybridisierung. Um sich als ihre Architekten aufzuspielen, sind sie zu bescheiden. Aber als Bestandteil ihrer Architektur sind sie nicht wegzudenken. Warum sie sich erst jetzt zu einer gemeinsamen Arbeit zusammenfinden, müssen wir sie selber fragen. Das können wir sicher auch. Denn beide sind sie wunderbare Zeitgenossen, deren menschlicher Zugewandtheit es sich beizuwohnen lohnt. Ihr gemeinsames Album Translation From Unspecified basiert auf einem von Grubbs erdachtem Gedicht mit offenem Ende, das sich scheinbar von selbst zu generieren scheint. Zu jeder Sekunde hörbar ist: Ein Vierteljahrhundert nach ihrer ersten Begegnung ist Jan St. Werner tiefer denn je verstrickt in die Klangforschung im Verhältnis von Raum und Schall. David Grubbs’ illustres Oeuvre passt kaum in ein Leben: Es umfasst eine Professur am Brooklyn College, unzählige Arbeiten zwischen Klangkunst, Poesie, Bildender Kunst, Buchautorenschaft, die Archivierung seiner Zeit als Mitglied der Teenie-Hardcore-Band Squirrel Bait und Arbeiten als Musikkritiker für die Süddeutsche Zeitung.

Foto: Constantin Carstens

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Mi 16.2. 20:00
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