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MK:

Dies Das Folge Nr. 5 mit Anselm Ramacher und Oluyemi Ogundele

Yoruba Kultur in München und Europa
Lecture, Musikperformance und Talk mit Anselm Ramacher und Oluyemi Ogundele

 Livestream
 21.7.2021
 Kostenfrei
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Talk von und mit Tuncay Acar und Gästen
Immer am dritten Mittwoch im Monat

Tuncay Acar ist Musiker, DJ, Blogger und Kulturschaffender aus München. Er widmet die Gesprächsreihe Dies Das individuellen Lebensentwürfen. Von Menschen, deren Arbeit außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung stattfindet. Dies Das sendet Impulse und schafft Bewusstsein für die real existierende Vielfalt abseits der Leitkultur. Und so bleibt die Annäherung an individuelle Lebensformen auch immer individuell: Der Talk beinhaltet zusätzliche Formate wie Radio, Lectures, Performances, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Screenings, Projektionen und vieles mehr.

Tuncay Acar spricht mit seinen Gästen über die Geschichte der Bata Kultur in Afrika und weltweit. Oluyemi Olawale OGUNDELE referiert über die Detailaspekte der Bata Musik und der Yoruba Kultur und Anselm Ramacher wird Livebeispiele der Bata Musik vortragen. Kurze Videoscreenings werden den Besucher*innen die Durchführung von Bata-Zeremonien in Nigeria vergegenwärtigen.

Anselm Ramacher ist ein Oyinbo. Dieser Begriff kommt aus der Yoruba Sprache – der Sprache des gleichnamigen Volksstammes, der zu den größten auf dem afrikanischen Kontinent und weltweit gilt. “Oyinbo” bezeichnet tatsächlich Menschen mit europäischer/westlicher Herkunft, die nicht in den ursprünglichen Kulturen des afrikanischen Mutterlandes verwurzelt sind. Er bezeichnet jedoch auch diejenigen, die das durchaus sind, aber sich im Laufe der Zeit von ihr entfernt haben.
Der Begriff kennzeichnet förmlich das Wesen von Anselm Ramacher – seines Zeichens Perkussionist mit einem selbstgewählten kulturpolitischen Auftrag. Denn Ramacher interessiert sich seit Mitte der 90er Jahre für die spirituellen Rhythmen des Yoruba Stammes, der „Bata“ Musik. Diese ist als rhythmuslastige Zeremonialmusik zu verstehen, die meist zu gesellschaftlichen Anlässen zum Einsatz kommt. Mitllerweile haben in Nigeria das Christentum und der Islam Einzug gehalten und spielen in der Alltagskultur eine wichtige Rolle. Die ursprüngliche lokale polytheistische Religion der Yoruba mit ihren Orishas hat zwar nicht mehr so eine bestimmende Position in der Gesellschaft, aber sie ist in der aktuellen Musikkultur und im Alltagsleben durchaus spürbar.

Denn in vorkolonialer Zeit diente sie dazu, die Naturgottheiten des Yoruba Stammes, also die „Orishas“ anzurufen – so zum Beispiel bei Hochzeiten, gesellschaftlichen Festen, Beerdigungen, spirituellen Ritualen etc… Jede Gottheit hatte ihren eigenen Rhythmus und ihre eigenen Zeremonielle.

Oluyemi Olawale OGUNDELE ist ein Maschinenbau- und Multimedia-Ingenieur, der in Lagos, Nigeria, geboren wurde.
Er hat zusätzlich ein Zweitstudium am Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) im gleichnamigen Fach absolviert und hat lange als Techniker bei der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) in Wien gearbeitet, bevor er in die Privatwirtschaft wechselte. Aktuell ist er als Multimedia- / Elektronikingenieur in der Internationalen Atomenergiebehörde der UN.
Ogundele organisiert regelmäßig den Adire-Karneval in Österreich - eine Veranstaltung zur Förderung des beliebten Adire-Gewebes aus dem Westen Nigerias und des reichen kulturellen Erbes der Yoruba. Er ist gleichzeitig aktiv in vielen nigerianischen Diaspora Organisationen in Österreich und Europa.
http://www.festmac.org