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Wangari Grace steht nah an der Kamera und hält beide Hände mit abgespreizten Fingern und den Handflächen zur Kamera. Im Hintergrund spielt Sven Kacirek mit vier Schlägeln auf dem Xylophon und blickt zu Wangari Grace.

Foto: Martin Dix Muyeshi

MK:

Postcolonialism – A new Musical Oral History Performance

Eine neue musikalische Erzählung von und mit Wangari Grace und Sven Kacirek

 Werkraum
 30.4.2024
 ca. 1 Stunde 30 Minuten
 Deutsch und Englisch
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 30.4.2024
 ca. 1 Stunde 30 Minuten
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Die Nachwirkungen des Kolonialismus sind im täglichen Leben der Menschen überall auf der Welt stark verankert. In Afrika haben die Menschen vor Ort weiterhin mit den Herausforderungen zu kämpfen, welche die ehemaligen Kolonialmächte geschaffen haben.

Wie ist es möglich, dass Deutschland eine weltweit führende Exportnation für Schokolade ist, obwohl in Deutschland kein einziger Kakaobaum wächst? Warum besitzen weiße Menschen in Namibia immer noch 70 % des Landes, obwohl sie nur 6 % der Bevölkerung ausmachen? Warum können Inhaber eines europäischen Passes problemlos in Ländern wie Kenia einreisen? Warum ist es im Gegenzug z.B. für kenianische Bürger*innen so schwierig, ein Visum für die Europäische Union zu erhalten? Und war der Libyer Muammar Gaddafi tatsächlich ein durchgeknallter Diktator — oder ein Vorkämpfer gegen globale Ungleichheit und Ausbeutung? Oder war er vielleicht beides?

Wangari und Kacirek sind der Meinung, dass eine Kenntnis postkolonialer Strukturen absolut notwendig ist, um die heutigen Zusammenhänge zu verstehen. Insbesondere wenn es um die Ursachen von Migration und wirtschaftlicher Ungleichheit geht. Und dafür müssen wir den Blickwinkel auch mal wechseln.

Wangari Grace, eine Kenianische Geschichtenerzählerin, und Sven Kacirek, ein deutscher Musiker, haben bereits bei der musikalischen Erzählperformance “Colonialism - A Musical Oral History Performance For Children” zusammengearbeitet: Den menschlichen Abgrund der Kolonialzeit machen sie spürbar, verharren aber nicht an der Schlucht. Sie führen ihr Publikum ins Handeln und somit in das Angehen einer hoffentlich besseren Zukunft.

Die Performance wurde an den Münchner Kammerspielen, im HAU Berlin, in der Deutschen UNESCO-Kommission Nairobi, im Che Che Buchladen Nairobi und an vielen anderen Orten gezeigt.
Nun setzen die beiden ihre Zusammenarbeit an musikalischen Geschichtenerzählungen fort und tragen das Thema einen Schritt weiter. Denn der Kolonialismus kein Geist der Vergangenheit. Er setzt sich heute in postkolonialen Strukturen fort — und die gilt es zu erkennen.

In den Münchner Kammerspielen wird diese neue Performance in zwei unterschiedlichen Versionen zu sehen sein. So gibt es eine Version für Kinder ab 8 Jahren in deutscher Sprache und eine ausgiebigere Fassung für Erwachsene in deutscher und englischer Sprache.

  • Erzählung Wangari Grace, Charity Collin
  • Musik Sven Kacirek
  • Text Wangari Grace, Sven Kacirek
  • Dramaturgische Beratung und künstlerische Produktionsleitung Sebastian Reier
  • Dramaturgische Beratung und künstlerische Produktionsleitung  Daniela Schroll
Wangari Grace steht nah an der Kamera und hält beide Hände mit abgespreizten Fingern und den Handflächen zur Kamera. Im Hintergrund spielt Sven Kacirek mit vier Schlägeln auf dem Xylophon und blickt zu Wangari Grace.
Nächster Termin 28.4. Musik
Die Vergangenheit ist jetzt
Eine musikalische Erzählung des Postkolonialismus von und mit Wangari Grace und Sven Kacirek, deutschsprachige Version für Kinder ab 8...
Termine & Tickets
Di 30.4. 20:00
Postcolonialism – A new Musical Oral History Performance
  • Werkraum
  • 30.4.2024
  • ca. 1 Stunde 30 Minuten
  • Deutsch und Englisch