Kammer 1
13. Mär 20:00 Uhr

JAHRHUNDERTBRIEFE #4: „BRÜDER SEIN, DAS HEISST … AUS DEM EINZELSCHICKSAL WIEDER ZUEINANDER FINDEN“

„Brüder sein, das heißt: in Stunden besonders pointierter und unter dem kindlichen Gesichtspunkt unglaubwürdiger Verwirklichung sich aus dem Einzeldasein wieder zueinanderfinden.“ So formulierte es Thomas Mann zum 60. Geburtstag des Bruders Heinrich. Der und sein vier Jahre jüngerer Bruder Thomas waren als Kinder und junge Männer eng verbunden, aber die Zeit des Ersten Weltkrieges trieb die Brüder gravierend auseinander. Als Heinrich Anfang der 20er Jahre schwer erkrankte, deutete sich eine Versöhnung an, die allerdings erst im gemeinsamen Exil wirklich zu neuem brüderlichen Denken und Verhalten führte. Der Briefwechsel umfasst fast die gesamte erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist ein bedeutendes Dokument der deutschen Kultur- und Literaturgeschichte.

Eine Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung

Es lesen Walter Hess und Stefan Merki Einführung Jens Malte Fischer