Samuel Fischer Glaser
Samuel Fischer-Glaser, geboren 1992 in Bremen, studierte Bildhauerei und Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München. Seine Medien erstrecken sich auf Installation, Malerei und Sprache. Integrität und Verletztlichkeit von Körpern und Identitäten stehen dabei im Fokus. Er arbeitet in künstlerischer Lehre und Kunstvermittlung u.a. an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und am Lenbachhaus München. Ehrenamtlich engagiert er sich beim Berufsverband Bildender Künstler:innen als Landesdelegierter, in der Aufnahmekommission und im Sozialfonds. Seit 2020 ist er Teil des Opernkollektiv DIVA sowie des Instituts für kritische Verschwörungstheorie. Aktuell verfasst er eine Dissertation zum Thema „Signale der Authentizität: Zur gedenkkulturellen Inszenierung und Rolle von Zeug:innen der Shoah seit 1980“ an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Erinnerungspolitische Fragestellungen bilden den Ausgangspunkt für künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum. In seiner Zusammenarbeit mit der Künstlerin Angela Stiegler verhandelt er bildhauerische Praktiken, deren Bezug zu Formen des Performativen und die Rolle des:r Künstler:in als Vermittler:in in der Gegenwart. 2020 erhielten sie das Stipendium für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München für das Kunstprojekt im öffentlichen Raum Schmarotzerbrücke, das mit Bewohner:innen und Musiker:innen auf der damaligen Hilblestraße / heutigen Maria-Luiko-Straße in München realisiert wurde. Ein weiteres temporäres Denkmal, das sich mit Fragen zur Wiedergutmachung nach 1945 auseinandersetzt, fand 2025 unter dem Titel Au au au Hi hi hi im Rahmen von Public Art München Solo und Public History München statt.