MK:

Revisiting Kammerspiele

Gespräche über Theater, deutsch-jüdische Geschichte und was von der Geschichte übrig ist

 Studiobühne & Werkraum
 8. & 9.10.2026
 Deutsch
 Kostenlose Anmeldung unter: kammerspiele@lrz.uni-muenchen.de
 Studiobühne & Werkraum
 8. & 9.10.2026
 Deutsch
 Kostenlose Anmeldung unter: kammerspiele@lrz.uni-muenchen.de

Die Münchner Kammerspiele feiern im Herbst 100 Jahre im Schauspiel-Haus in der Maximilian-Straße.
Aber was wird gefeiert?
Oder wer wird gefeiert?

In den Gesprächen geht es um die ersten 50 Jahre Münchner Kammerspiele.
Die Münchner Kammerspiele waren zuerst ein Privat-Theater.
Das Theater wurde von einer jüdischen Unternehmer-Familie gegründet.
Zur damaligen Zeit gab es viele Theater in München.
Im Jahr 1933 kamen die Nazis an die Macht.
Sie wollten kein modernes Theater.
Die Nazis haben jüdische Künstler*innen verfolgt und ermordet.

Nach dem Ende der Nazi-Zeit wollte man die Vergangenheit vergessen.

An diesem Abend sollen die Erinnerungen wieder zum Leben erweckt werden.
Verschiedene Personen sprechen über die ersten 50 Jahre der Münchner Kammerspiele:
· Wissenschaftler aus Theater und Musik
· Wissenschaftler der jüdischen Geschichte

#1 Kammerspiele revisited
Do 8.10. | studiobühne (twm)
9:30
Eröffnung | Grußwort des Kulturreferenten Marek Wiechers
Barbara Mundel, Meike Wagner, Marek Wiechers
9:45
Theater, deutsch-jüdische Geschichte und NS-Erbe
Theresa Eisele
#2 Um 1926: Theaterkultur der Weimarer Republik in Transition
Do 8.10. | studiobühne (twm)
10:15
Vom Würstelprater zu den Kammerspielen. Eugen Robert, jüdisches Populärtheater und die Leerstellen der Münchner Theatergeschichte
Horizont Theaterlandschaft | Susanne Korbel (Centrum für Jüdische Studien Graz/Central European University)
10:45
Pause
11:00
Neu erschlossen, neu befragt – der Nachlass Otto Falckenbergs im Deutschen Theatermuseum. Erkenntnispotentiale und Forschungsfragen
Horizont Theaterlandschaft | Beatrice Wichmann (Deutsches Theatermuseum München)
11:30
Theater zwischen Demokratisierung und Kulturkampf – Leopold Jessners Intendanz und Schulprogramm
Horizont Theaterlandschaft | Wolf-Dieter Ernst (Universität Bayreuth)
12:00
Mittagspause
#3 1933–1945: Nationalsozialistische Theaterlandschaft
Do 8.10. | studiobühne (twm)
13:30
Citizen Humanities am NS-Erbe – oder: Geschichte als Biografiearbeit
Podium | Gespräch zwischen Janne und Klaus Weinzierl (MK Schicksale), Johannes Spohr (presentpast Berlin) und Meike Wagner (LMU München)
14:30
Neue Kammerspiele GmbH, 1933/34
Aus dem Archiv | Paul-Moritz Rabe (NS Dokumentationszentrum München)
14:45
Linientreu neu aufgestellt in unmittelbarer Nachbarschaft der Kammerspiele: Die Bayerische Staatsoper als Flaggschiff des NS-Theatersystems
Horizont Theaterlandschaft | Rasmus Cromme (LMU München)
15:15
Intimate Bonds of Dependency. „Mischehen“ im Visier der NS-Kulturpolitik
Horizont Theaterlandschaft | Michaela Raggam-Blesch (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin)
15:45
Pause
16:30
Führung durch das Schauspielhaus
Barbara Mundel & Hannah Saar (Münchner Kammerspiele, Treffpunkt Bühnenpforte, Falckenbergstraße 2)
17:30
Ornament und Abrissbirne – Zur Baugeschichte der Münchner Kammerspiele
Lecture & Gespräch mit Esther Slevogt (Autorin, Berlin)
20:00 Schauspielhaus (MK)
Theaterbesuch: Danton
Hinweis: Ermäßigte Tickets erhalten Sie mit Anmeldung
Details
#4 Nach 1945: (Ver)Schweigen, (Auf)Bau und Rückkehr
Fr 9.10. | studiobühne (twm)
10:00
Danton 1926/2026
Aus dem Archiv | Anna Laner (MK Dramaturgie)
10:15
Arbeit an der Gegenwart, Spiel mit Geschichte: Danton zwischen den Zeiten
Podium | Gespräch zwischen Anna Laner (MK), Pina Bergemann (Post Paradies), Sabrina Kanthak (Deutsches Theatermuseum) und und Theresa Eisele (LMU)
11:15
Pause
11:45
Schweigen auf Tonband. Die Werkraumgespräche der 1960er Jahre
Aus dem Archiv | Birgit Haberpeuntner & Elias Berner
12:00
Fest und Vergangenheit. Die Wiedereröffnungen Münchner und Wiener Bühnen nach 1945
Horizont Theaterlandschaft | Birgit Haberpeuntner (Universität für angewandte Kunst), Elias Berner (Österreichische Akademie der Wissenschaften)
12:30
Kultur oder „Kultur“? Zur Dokumentargeschichtsschreibung von Joseph Wulf
Horizont Theaterlandschaft | Nicolas Berg (Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow)
13:00
Mittagspause
14:30
Applaus und Antisemitismus. Fritz Kortner, das deutsche Theater und die nationalsozialistische Vergangenheit
Horizont Theaterlandschaft | Stefan Hofmann (Universität Frankfurt)
15:00
Blackbox Werkraumtheater
Horizont Theaterlandschaft | Jan Lazardzig (Freie Universität Berlin)
15:30
Pause
#5 Theater, NS-Erbe und deutsch-jüdische Geschichte – was jetzt?
Fr 9.10. | Werkraum (MK)
16:00
Historizität von Gegenwart: Kulturinstitutionen und ihr NS-Erbe
Podiumsgespräch mit Barbara Mundel (Münchner Kammerspiele), Wolf-Dieter Ernst (Uni Bayreuth), Dorothea Volz (Deutsches Theatermuseum), Meike Wagner (LMU München), Esther Slevogt (Autorin, Berlin), moderiert von Hannah Saar (Münchner Kammerspiele)
19:30
Die Lüge in der Wahrheit suchen – Antisemitismus in den Künsten
Buchvorstellung von Stella Leder und Eva Marburg (Institut für Neue Soziale Plastik)
Details
Eine Tagung der Theaterwissenschaft München und der Münchner Kammerspiele, gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.
Werkraum
Die Lüge in der Wahrheit suchen
Antisemitismus in den Künsten

Buchpremiere mit Stella Leder und Eva Marburg