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MK:

Napoleon Kommentar - „Ein Mensch aus Trümmern gegossen“

Von Alexander Kluge
Buchpräsentation

 Schauspielhaus
 15 Euro
 Schauspielhaus
 15 Euro

“Zu meiner Verblüffung gibt es in der 400-jährigen Überlieferung der bürgerlich-industriellen Revolution wenige charismatische Idole. Es gibt Washington, Jefferson, die Marktfrauen 1789 in Paris, Freiheitskämpferinnen, die den König aus Versailles nach Paris abholen, das junge Gesicht des Revolutionärs Saint-Just, der soeben von einer gewonnenen Schlacht in Nordfrankreich, die er kommandierte, zurückkehrt. Das leuchtendste Beispiel aber – neben den Porträts von Immanuel Kant, dem Mathematiker Euler, von Hölderlin, Novalis, Kleist, Edgar Allan Poe, Hemingway – bleibt DAS Bild Bonapartes von Silvester 1799. Nur über dieses Gesicht, und nur über diesen kurzen Augenblick der Hoffnung – das ist es, von dem ich hier schreibe.”
Alexander Kluges Napoleon Kommentar ist eine Beobachtung zusammengesetzt aus Geschichten, Filmbildern, Tagebuchnotizen und drei Zeichnungen von Georg Baselitz. Erzählen als eine Form, sich in die Geschichte hineinzuweben. In den Kammerspielen präsentiert er das Buch gemeinsam mit Jan Wenzel (Spector Books). Moderation: Claus Philipp.

Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, ist Filmemacher, Autor, Fernsehproduzent, Philosoph und Rechtsanwalt. Bei Spector Books erschienen in den vergangenen Jahren sechs Bücher von ihm, u.a. zusammen mit Ben Lerner Schnee über Venedig (2019) und zusammen mit Georg Baselitz Parsifal Kontainer (2020). Bei Suhrkamp veröffentlichte Kluge zuletzt einen RUSSLAND KONTAINER. An den Münchner Kammerspielen wird Jan-Christoph Gockel nach Motiven und Texten von Alexander Kluge die „Reparatur einer Revue“ inszenieren: WER IMMER HOFFT, STIRBT SINGEND - Premiere: März 2022.

In Kooperation mit der Stiftung Literaturhaus und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München