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Eine Solo-Performance von und mit Lilly-Marie Vogler
Eingesperrt in ihrem Kinderzimmer wartet Iphigenie auf ihre Hinrichtung und erzählt: Alles begann mit Ururgroßvater Tantalos und einem Familienfluch. Zwei Generationen später entfacht ihr Vater Agamemnon durch den Raub der Helena den Trojanischen Krieg und erzürnt durch das Töten einer heiligen Hirschkuh Göttin Artemis. Als Strafe schickt sie Windstille: Nur das Opfer Iphigenies kann sie besänftigen.
In ihrer Isolation beginnt Iphigenie, ihr Schicksal zu hinterfragen – und das System, das es hervorgebracht hat. Kann ein Vater, der sich in soldatischer Pflicht verliert, trotzdem lieben? Gibt es einen Ausweg aus dem Narrativ, das Frauen nur als Opfer, Heilige oder Hexen kennt? Wer ist Iphigenie jenseits patriarchaler Mythen und fremder Zuschreibungen?
Schauspielerin und Autorin Lilly-Marie Vogler reißt den Vorhang des antiken Mythos herunter und eröffnet ein neues, feministisches Kapitel der 2.400-jährigen Rezeptionsgeschichte.
- Mit Lilly-Marie Vogler
- Autorin Lilly-Marie Vogler
- Inszenierung & Musik Nils Strunk
- Ausstattung & Video Christiane Hilmer
- Licht Martin Stevens, Wanja Ostrower
- Dramaturgie Maxi Ratzkowski
- Regieassistenz, Abendspielleitung & Inspizienz Mira Knaupe