Ein Kunst-Werk aus Geräuschen von Thomas Bellinck
Über die Jagd nach Menschen an Europas Grenzen
Seit über 10 Jahren ist der belgische Künstler Thomas Bellinck an Europas Grenzen unterwegs.
Hier werden Menschen gestoppt, die nicht nach Europa einreisen dürfen.
Thomas arbeitet mit Menschen von Zeitung, Polizei und Hilfs-Organisationen.
Er hat auch mit Menschen zu tun, die Verbotenes tun: mit Schleuser*innen.
Schleuser*innen nehmen viel Geld von armen Menschen.
Sie helfen den armen Menschen, über die Grenze zu kommen.
Obwohl das eigentlich verboten ist.
Thomas hat auch Menschen getroffen, die ohne Erlaubnis nach Europa eingereist sind.
Aus diesen Gesprächen und Erlebnissen hat Thomas Bellinck ein Kunst-Werk aus Geräuschen gemacht.
Im Mittel-Punkt steht die Auseinandersetzung mit Gewalt.
Eigentlich sollten die Grenzen in Europa offen sein.
Denn die Menschen haben innerhalb von Europa die freie Wahl.
Sie können entscheiden, wo sie wohnen und arbeiten wollen.
Aber in Wirklichkeit ist es nicht so.
In Bayern sucht Thomas Bellinck nach den Spuren der Jagd auf Menschen.
Überall wird Jagd auf Menschen gemacht:
In Büros und Universitäten, in Sicherheits-Firmen, in Einrichtungen für Geflüchtete, auf den Straßen, in U-Bahnen und Zügen.
Das Kunst-Werk hat den Titel Museum of Human Hunting.
Das bedeutet Museum über die Jagd auf Menschen.
Ein solches Museum gibt es zum Glück noch nicht.
Aber wie würde es aussehen?
Wem würden wir dort begegnen?
Dieses Kunst-Werk aus Geräuschen befindet sich draußen.
Im Werk-Raum und im Habibi-Kiosk sind weitere künstlerische Stimmen zum Thema Grenze und Jagd auf Menschen.
- Konzept & Regie Thomas Bellinck
- Künstlerische Mitarbeit Said Reza Adib, Hilder Nakawooya, Godwin Namanyabyoo
- Ausstattung Marlene Pieroth
- Dramaturgie Gina Penzkofer, Esther Severi