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MK:

Habibi Goethe - April

 

Von und mit dem Goethe-Institut
Moderation: Julia Ley und Julia Hägele

1. Folge, Habibi Goethe
Über die Stadtgrenzen hinaus und wieder zurück möchte Habibi Goethe Orte und Regionen erkunden, an denen Grenzen ineinanderfließen und Lebensgeschichten zusammentreffen. Der Blick in die Welt will die Tür des Kiosks für Menschen öffnen, die andere Perspektiven hineintragen und die es uns ermöglichen, Themen neu zu betrachten. Mit Habibi Goethe soll ein Raum für Begegnungen entstehen und möglicherweise Fäden in Beziehungen neu eingezogen werden. An Hand persönlicher Biografien wollen wir dabei den Fragen nachgehen, wie sich künstlerische Stimmen andernorts ausdrücken, auf welche Weise sie sichtbar werden, wie sie zusammenkommen und Allianzen bilden, aber auch welchen Widerständen sie ausgesetzt sind. Immer beschäftigt uns die Frage, wie es um den Zugang zu Kulturorten für bestimmte Communities bestellt ist.

In der ersten Folge Habibi Goethe geht es von München nach Caracas. Wir begegnen Menschen, die es an Orte zieht, aber auch Menschen, die ihre Städte verlassen haben. Im Zusammenspiel aus Gespräch und künstlerischen Beiträgen werden Künstler*innen und Kulturmittler*innen des Goethe-Instituts zu Wort kommen.

Teilnehmer*innen: Julia Ley und Julia Hägele (Moderation), Stephanie Maiwald (Institutsleiterin Goethe-Institut Caracas), Malu Valerio (Künstlerin und Aktivistin, Caracas), Diana Rangel (Künstlerin und Psychologin, Barcelona).

Biografien:
Malu Valerio hat ihr Studium mit einem Diplom in zeitgenössischer Kunst abgeschlossen und an Residenzenprogrammen wie “Lugar a dudas” in Cali (Kolumbien) und “Macolla Creativa” in Caracas (Venezuela) teilgenommen. 2019 wurde ihr der Eugenio Mendoza Award der Sala Mendoza Foundation verliehen. Derzeit lebt und arbeitet Malu Valerio in Caracas, wo sie ihre Rolle als Künstlerin mit der als Aktivistin (und “Artivistin”) für Frauenrechte (wie bei der Organisation @sobrepasadas) verknüpft. Aus der Gender-Perspektive beschäftigt sie sich mit Fragen zu Vertreibung, moderner Sklaverei und den verschiedenen Formen von Segregation. Unter Einbezug von Textilien als ästhetisches Mittel prägen diese Themen auch ihre künstlerische Arbeit.
Instagram: @ maluvaleri

Diana Rangel ist Künstlerin und Psychologin aus Barcelona. Gegenwärtig koordiniert sie das Projekt „Voz en transito“ – eine Plattform für den Austausch de-lokalisierter Gemeinschaften. Projektpartner ist das Colectivo Voces Migrantes, das seit 2018 mit Migrantengemeinschaften in drei Ländern (Peru, Argentinien, Ecuador) zusammenarbeitet. Bei „Voz en transito“ handelt es sich um einen virtuellen Raum, in dem die Ideen des erweiterten Zuhörens in eine gelebte Praxis übersetzt werden sollen. Auf der Basis experimenteller Austauschformen via WhatsApp und virtuellen Meetings entstehen Hörkarten, Klangkapseln und kollaborative Dokumentarfilme. Seine konzeptionellen Grundlagen liegen dabei im Bereich der bildenden Kunst und der Psychologie.
Instagam: @ dianarangel

Stephanie Maiwald ist in Frankfurt/Main und Zürich aufgewachsen und leitet das Goethe-Institut in Caracas. Sie ist Kulturwissenschaftlerin und überzeugt davon, dass man individuelle Geschichten sichtbar machen muss, um gemeinsam Geschichte zu schreiben. Nach mehreren beruflichen Stationen bei einer Berliner Stiftung, bei der Schweizerischen Botschaft in Berlin sowie der Kulturförderung in der Schweiz, ist sie beim Goethe-Institut gelandet. Venezuela ist ihr erster Auslandsposten; an Südamerika hatte sie bereits weit davor auf zahlreichen Reisen ihr Herz verloren. Sie ist außerdem Mitgründerin der Initiative 3te Generation Ostdeutschland und perspektive hoch 3, wo sie sich mit ostdeutschen Identitäten auseinandersetzt.