Spielzeit 26/27
Alles ist wirklicher, wenn man zusammen ist.
100 Jahre Kammerspiele auf der Maximilianstraße
Das Jahr 2026 ist besonders für uns!
Seit 100 Jahren sind die Kammerspiele nun in diesem Gebäude.
Schon vor 100 Jahren waren die Kammerspiele ein außergewöhnliches Theater.
Das Theater war schon damals weltoffen.
Es hatte viele Beziehungen zu anderen Ländern.
Das Theater hat Neues ausprobiert.
Seit 100 Jahren sind die Münchner Kammerspiele in diesem Gebäude.
Das Gebäude ist etwas Besonderes.
Es stammt aus der Zeit des Jugendstils.
Das war eine Kunst-Richtung.
Typisch sind Blumen, Pflanzen und geschwungene Linien.
Nur wenige Jugend-Stil-Theater in Deutschland sind heute so gut erhalten wie die Kammerspiele.
Wenn man im Theater sitzt, hat man ein besonderes Gefühl.
Die Bühne wirkt sehr nah.
In der Spiel-Zeit 2026/2027 suchen wir vergessene Geschichten.
Wir erinnern uns an die Geschichte der Münchner Kammerspiele.
Wie wurde aus einem Privat-Theater mit jüdischer Gründungsgeschichte das Theater der Stadt?
Welche Geschichten verstecken sich im Schauspiel-Haus?
Was feiern wir 2026?
Wir wollen, dass die Zukunft besser wird:
· Wir wollen Verbindungen zu anderen Ländern stärken.
· Wir wollen Frauen unterstützen.
Wir fragen, wie Computer und künstliche Intelligenz unsere Wahrnehmung und unsere Körper verändern.
Wir lassen die Münchner Disko-Bewegung wieder aufleben!
Vor allem aber wollen wir mit Ihnen Theater feiern.
Theater ist Kunst.
Und Theater schafft die Möglichkeit, sich zu begegnen.
Auf die nächsten 100 Jahre!
Die Kammerspiele
Ein Gedicht von Johanna Kappauf
100 Jahre was für eine Zahl –
ein altes, schönes Gebäude mit viel Farben,
aber durch den Jugendstil sieht es noch frisch aus.
Es hat keine Ecken und Kanten,
es gibt keine Gerade,
alles hat irgendwie eine Kurve,
das ist das Besondere.
Ich gehe jeden Morgen an der Maximilianstraße
entlang zur Arbeit
und denk mir so oft: was für eine teure Gegend,
geh immer an den teuren Boutiquen vorbei.
So viele bekannte Schauspieler haben schon
gespielt hier,
wie zum Beispiel Therese Giehse, Max Schreck.
Hier darf ich auf der Bühne stehen im
Schauspielhaus,
in den Kammerspielen.
Sie haben immer schon einen guten Ruf,
aber es gab auch Zeiten, wo es ihnen
nicht so gut ging,
wo die Nazis und Hitler an die Macht kamen,
Leute wurden vertrieben oder gekündigt.
Diese Themen sind total wichtig, die dürfen wir
nicht vergessen.
Heute sind die Kammerspiele (immer noch) ein
politisch poetisches Theater, das sich mit den
aktuellen Themen beschäftigt.
Viele wollen im Theater nur die schönen
Geschichten
hören und sehen,
weil man schöne Erinnerungen teilt und es schon
genug Probleme gibt.
Manchmal will man alles vergessen.
Auch das Vergangene ist wichtig.
Ich bin gerne an den Münchner Kammerspielen,
ich liebe das Haus
und die Leute, die tollen Begegnungen.
Freue mich auf jede Produktion, die ich
hier machen darf.
Patriarchat Verlernen!
Veranstaltungen zum Themen-Schwerpunkt sexualisierte Gewalt und Macht-Missbrauch
November 2026 – Januar 2027
Künstler*innen und andere Personen gestalten Veranstaltungen zum Versagen beim Thema Patriarchat.
Patriarchat bedeutet:
Männer haben die Macht.
Es gibt viele Probleme im Zusammenhang mit dem Patriarchat.
· Frauen werden benachteiligt.
· Frauen haben im Beruf weniger Möglichkeiten.
· Frauen erfahren Gewalt.
Deshalb ist es wichtig, dass das Patriarchat beendet wird.
Wir sagen dazu:
Patriarchat Verlernen!
Zum Thema Patriarchat Verlernen! führen wir Theater-Stücke auf:
· neu: The truest True crime
· Mein kleines Prachttier
· Fräulein Else
Außerdem finden mehrere Veranstaltungen zwischen Mitte November und Mitte Januar statt.
Wir stellen folgende Fragen:
· Wie können die Opfer sprechen, ohne danach benachteiligt zu werden?
· Kann es Gerechtigkeit für die Opfer geben?
· Wie können wir Frei-Räume verteidigen?
Mit dabei sind:
· Manon Garcia
· Annette Rammelsberger
· Justizias Töchter
· Julia Riedler
· Leonie Böhm
· Anna Jelena Schulte
· Zooey Agro
· Lena Geue
Danach geht es im Habibi Kiosk weiter.
Es gibt:
· Ausstellungen
· Diskussions-Abende
· Performances
Neue Realitäten – wie KI unser Leben formt
Die Menschen nutzen schon seit vielen Jahren Computer.
Es gibt auch schon seit vielen Jahren künstliche Intelligenz.
Künstliche Intelligenz wird so abgekürzt KI.
KI ist ein Computer-Programm.
KI kann aus vielen Infos lernen und Aufgaben lösen.
Zum Beispiel:
· Sprachen übersetzen
· Fragen beantworten
· ein Video machen
In den letzten Jahren hat sich KI sehr verändert.
Sehr viele Menschen nutzen jetzt KI.
Im Sommer 2027 geht es darum, was die KI über uns weiß.
Informationen über uns sind überall:
· in Apps
· wenn wir Anfragen stellen
· in neuen KIs
Wir wissen gar nicht, was über uns alles bekannt ist.
Im Sommer 2027 fragen wir:
· Was macht uns eigentlich als Mensch aus?
· Wer oder was ist dieses Ich in der KI?
· Ist die KI noch zu kontrollieren?
· Wie gestaltet die KI unser Leben?
· Wie gestaltet die KI unsere Entscheidungen?
· Wo kann man der KI vertrauen?
Im Sommer 2027 gibt es zum Thema KI:
· Workshops
· Lesungen
· Aufführungen
Zum Beispiel folgende Aufführungen:
· Limina
· heaven will come
· Eurydike und Orpheus
Es gibt auch das Musik-Projekt Operation Operette für Jugendliche.
Das Projekt ist zusammen mit dem jüdischen Orchester München.
Es geht dabei um KI.
Außerdem gibt es zum 3. Mal ein Konzert zusammen mit den Münchner Symphonikern.
Der Name ist Masters of Inclusions 3.
Inklusion spielt dabei eine wichtige Rolle.
Es geht auch hier um KI.
Weiter im Spielplan
JCOM: Orchestra in Residence
„(Habib(t)is) vereinigt euch“
In unserer heutigen Zeit gibt es viele Unsicherheiten.
Deshalb suchen wir nach offenen Formen des Zusammen-Seins.
Gemeinschaft findet im Erleben und im Miteinander statt.
Jeder einzelne verändert, was dieser Ort ist.
Es gibt:
· Ausstellungen
· Performances
· Lesungen
· Gespräche
· Musik
· Gemeinschafts-Essen
So entstehen neue Freundschaften und Geschichten.
Hier erzählen 3 Menschen von Erfahrungen mit dem Habibi Kiosk.
Und sie erzählen davon, was möglich ist, wenn wir Dinge gemeinsam tun.
„Ich hoffe, dass die Kammerspiele weiterhin ein wichtiger Ort bleiben.
Ein Ort …
… wo Menschen zusammenkommen,
… wo wir darüber sprechen, was wirklich ist.
Ich hoffe, dass sich die Kammerspiele mit aktueller Politik befassen.
Und so unsere Demokratie unterstützen.
Demokratie bedeutet in etwa Freiheit und Gleichheit.“
„Ein Sehnsuchts-Ort, wo ich immer wieder hinkomme.
Wo ich mich wohlfühle.
Und wo ich viele verschiedene Menschen treffen kann.“
„Die Kammerspiele stören die elegante Maximilian-Straße.
Und ich hoffe, das bleibt noch viele 100 Jahre so.“
Specials
Zu Gast an den Kammerspielen
Immer wieder sind die Münchner Kammerspiele Gast-Geber von Veranstaltungen mit unterschiedlichen Partner*innen.
Im Theater der Stadt ist viel geboten:
- Lesungen
- Kabarett
- Filme
- Gast-Spiele
- Ausstellungen
Film-Festivals
Theater trifft Film.
Und das seit mehreren Jahren.
Die Begeisterung wächst.
Auch in der kommenden Spiel-Zeit wird unser Theater-Raum wieder zum Kino-Saal.
Wir zeigen herausragende Filme von Münchner Film-Festivals.
Unsere Film-Festival-Partner*innen sind:
- Queer Film Festival
- Film-Fest
- DOK.fest
- Türkische Film-Tage
- Griechische Film-Wochen
- Kino Asyl
Folgende Termine dürfen Sie nicht verpassen:
16. Oktober 2026 Eröffnung vom 11. Queer Film Festival München
14. November 2026 Eröffnung von den 40. Griechischen Film-Wochen München
25. November 2026 Film-Vorführung von Kino Asyl
16. April 2027 Eröffnung der 38. Türkischen Film-Tage München
Mai 2027 Film-Vorführungen vom DOK.fest München
Juni und Juli 2027 Film-Vorführungen vom Film-Fest München
DANCE
20. Ausgabe des alle 2 Jahre stattfindenden Tanz-Festivals in München
Die Münchner Kammerspiele und das DANCE Festival arbeiten auch in der Spiel-Zeit 2026/2027 wieder zusammen.
Auch außerhalb des Festivals finden Veranstaltungen in den Kammerspielen statt.
Die sind im Werk-Raum.
Das gesamte Programm vom Festival wird im Frühjahr 2027 bekannt gegeben.
Lust-Spiel-Haus
Die Münchner Kammerspiele verbindet eine lange Freundschaft mit dem Lust-Spiel-Haus in Schwabing.
Und auch was den Namen anbetrifft, sind die beiden Theater-Häuser verbunden.
Denn am Anfang hießen die Kammerspiele „Münchner Lust-Spiel-Haus“.
Im Jahr 1912 haben die Kammerspiele dann ihren heutigen Namen bekommen.
In den 1920er Jahren standen die berühmten Schauspieler*innen Karl Valentin und Liesl Karlstadt auf der Bühne.
Sie brachten das Publikum zum Lachen.
Auch in der Spiel-Zeit 2026/2027 ist das Lust-Spiel-Haus mit folgenden Künstler*innen zu Gast:
27.10.2026 Feier zum 70. Jubiläum des Münchner Lustspielhauses
28.10.2026 Sarah Bosetti
12.11.2026 Alfons
30.11.2026 Hader & Dorfer
10.12.2026 & 20.1.2027 Manuel Rubey & Simon Schwarz
7.1.2027 Eva Karl Faltermeier
9. & 10.1.2027 Dota (Konzert)
14.1.2027 Alfred Dorfer