Wolfgang Tillmans

Wolfgang Tillmans, geboren 1968 in Remscheid, studierte von 1990 bis 1992 am Bournemouth & Poole College of Art and Design in Bournemouth, England. 2000 wurde ihm als erstem Fotografen und nichtbritischem Künstler der Turner Prize verliehen. In den letzten Jahren wurden seine Arbeiten in großen Museums-Einzelausstellungen gezeigt. In den Jahren 2012 und 2013 gab es umfassende Werkschauen, die auch durch Südamerika tourten. Die Kunsthalle Zürich (2012) und Les Rencontres d’Arles in Frankreich (2013) präsentierten Arbeiten seiner jüngsten Werkgruppe „Neue Welt“. Das Moderna Museet in Stockholm stellte 2012 eine Auswahl von Arbeiten der letzten 25 Jahre aus, die 2013 im K21, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zu sehen war. Im letzten Jahrwurden Installationen von Wolfgang Tillmans auf der 8. Berlin Biennale, der Manifesta 10 und innerhalb von Sammlungspräsentationen in der Fondation Beyeler in Riehen und der Fondation Louis Vuitton in Paris gezeigt. Seine Videoinstallation „Book for Architects“, die auf der Architekturbiennalein Venedig 2014 debütierte, ist momentan im Metropolitan Museum in New York zu sehen. Am 30. November 2015 wird Wolfgang Tillmans mit dem Hasselblad Foundation International Award in Photography ausgezeichnet. Der Künstler betreibt seit 2006 den Non-Profit-Ausstellungsraum „Between Bridges“, der bis 2011 seinen Standort in London hatte und 2014 in Berlin wiedereröffnete. Seine Arbeiten hat er auch in verschiedenen Münchner Kunstinstitutionen gezeigt, darunter im Kunstverein, in der Pinakothek der Moderne und im Lenbachhaus. Eine dauerhafte Installation ist sein „AIDS Memorial“ am Sendlinger Tor. Wolfgang Tillmans lebt und arbeitet in Berlin und London.

Das Spielzeitheft 2015/16 der Münchner Kammerspiele beinhaltet eine Fotostrecke von Wolfgang Tillmans, die bisher unveröffentlichte Archivfotografien zum Thema „Kammer“ zeigt.