Thomas Melle

Autor

Thomas Melle, 1975 in Bonn geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Er ist mehrfach ausgezeichneter Autor von Theaterstücken, Erzählungen und Romanen. 2004 debütierte er mit „4 Millionen Türen“ (geschrieben zusammen mit Martin Heckmanns) als Dramatiker. Sein Roman „Sickster“ (2011) wurde ebenso für den Deutschen Buchpreis nominiert wie die nachfolgenden „3000 Euro“ und „Die Welt im Rücken“, die beide auf der Shortlist standen. Die Inszenierung von „Die Welt im Rücken“ am Wiener Burgtheater (Regie: Jan Bosse) mit Joachim Meyerhoff als Protagonisten zählte zur Auswahl des Berliner Theatertreffens 2018. Zweimal wurde Thomas Melle für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert: 2016 mit „Bilder von uns“, 2018 mit „Versetzung“. 2019 ist er Autor für die Nibelungenfestspiele in Worms.

An den Münchner Kammerspielen wurde in der Spielzeit 2019/20 für die Inszenierung „Unheimliches Tal / Uncanny Valley“ von Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) ein Doppelgänger von Thomas Melle angefertigt. Dazu wurden Gesicht und Hände des Schriftstellers kopiert und sein Körper abgemessen. Den Text für „Unheimliches Tal“ schrieb Thomas Melle gemeinsam mit Regisseur Stefan Kaegi. In „König Lear“, der Eröffnungspremiere der Spielzeit 2019/20, arbeitet Melle zum ersten Mal mit dem Regisseur Stefan Pucher zusammen.