Stefan Pucher

Regie

Stefan Pucher, geboren 1965 in Gießen, studierte Theaterwissenschaft und Amerikanistik in Frankfurt. Ab
Mitte der 90er Jahre beschäftigte er sich in verschiedenen Performance-Projekten mit dem Zusammenspiel
von Videokunst, Musiksamples und literarischen Stoffen. Er arbeitete zeitweise auch als DJ und brachte
Anfang der 1990er, zusammen mit dem Schauspieler Frank Riede, das im Selbstverlag erschienene Theater-
Fanzine „Fake“ heraus. 1999 erarbeitete er am Theater Basel mit Anton Tschechows „Der Kirschgarten“
erstmals einen klassischen Theatertext. Von 2000 bis 2004 war er Hausregisseur am Schauspielhaus Zürich.
Seine drei dortigen Inszenierungen „Drei Schwestern“ von Anton Tschechow, „Richard III“ von William
Shakespeare und „Homo Faber“ von Max Frisch sowie die Inszenierung „Othello“ von William Shakespeare
am Deutschen Schauspielhaus Hamburg wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2005 wurde er in
der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ zum Regisseur des Jahres gewählt.

An den Münchner Kammerspielen inszenierte er erstmals in der Spielzeit 2006/07, „Trauer muss Elektra
tragen“ von Eugene O’Neill, und ist seitdem regelmäßig als Regisseur zu Gast, u.a. für „Satansbraten“ von
Rainer Werner Fassbinder sowie „Die Zofen“ von Jean Genet. Mit seiner Inszenierung von William
Shakespeares „Der Sturm“ wurden die Kammerspiele zum Berliner Theatertreffen 2008 eingeladen. Zurzeit
arbeitet Stefan Pucher u.a. am Thalia Theater Hamburg, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Theater
Berlin, an der Volksbühne Berlin und am Schauspiel Stuttgart. Nach der Adaption von T.C. Boyles Roman „América“ in der Spielzeit 2015/16 und „Wartesaal“ nach Lion Feuchtwangers Roman „Exil“ in der Spielzeit 2017/18, inszenierte er in der Spielzeit 2018/19 „Das Leben des Vernon Subutex“ nach dem Romanzyklus „Vernon Subutex – Band 1, 2 und 3“ von Virginie Despentes.