Reinhard Jirgl

Reinhard Jirgl wurde 1953 in Berlin geboren. Die Theaterlaufbahn des ausgebildeten Elektromechanikers begann 1978 an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, wo er neben seiner Tätigkeit als Beleuchter Zeit zum Schreiben fand und von Heiner Müller dabei fördernd begleitet wurde. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Alfred-Döblin-Preis, den Marburger Literaturpreis, den Joseph-Breitbach-Preis, den Stadtschreiber-Preis von Bergen und den Georg Büchner-Preis 2010. Zu seinen Werken gehören „Mutter Vater Roman“ (1985 aus ideologischen Gründen vom Aufbau-Verlag verboten, erst 1990 tatsächlich erschienen), „Abschied von den Feinden“ (1995), „Die Unvollendeten“ (2003), die das Vertriebenenschicksal zweier Schwestern aus Sudetenland eindringlich thematisiert, „Abtrünnig. Roman aus der nervösen Zeit“ (2006) und „Die Stille“ (2009).
In seinem aktuellen Roman „Nichts von euch auf Erden“ führt Jirgl die sein Werk durchziehende Auseinandersetzung mit der Unausweichlichkeit der Vergangenheit bis weit in die Zukunft. Für die Adaption des Romans, die an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt wird, konnte Jirgl selbst gewonnen werden.

Aktuell im Spielplan
NICHTS VON EUCH AUF ERDEN