Matthias Lilienthal

Matthias Lilienthal war von 1992 bis 1999 Chefdramaturg an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz unter Frank Castorf und initiierte u.a. das Engagement von Christoph Marthaler und Christoph Schlingensief ans Haus. Er war Programmdirektor für Theater der Welt 2002 in Bonn, Düsseldorf, Köln und Duisburg und entwickelte für das Festival erstmals das Format „X Wohnungen“, das seither dreimal in Berlin in unterschiedlichen Stadtteilen stattgefunden hat und u.a. für Caracas, Istanbul, São Paulo, Warschau und Johannesburg adaptiert wurde. Von 2003 bis 2012 war er künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des HAU (Hebbel am Ufer) in Berlin. Das Regiekollektiv Rimini Protokoll zeigte und erarbeitete kontinuierlich Produktionen am HAU. Lilienthals Initiative, sich mit den Besonderheiten des Bezirks Kreuzberg/Neukölln zu beschäftigen, schlug sich in der Programmreihe „Beyond Belonging“ nieder, in der u.a. Nurkan Erpulat, Neco Çelik und Tamer Yiğit inszenierten. Für Aufsehen sorgten auch die beiden großen Abschlussprojekte „Unendlicher Spaß“, eine 24-Stunden-Tour durch den utopischen Westen, und „Die große Weltausstellung“, eine Bespielung des Tempelhofer Feldes zusammen mit raumlaborberlin. Ab September 2012 unterrichtete Lilienthal für zehn Monate am Ashkal Alwan Beirut als Resident Professor im Home Workspace Program. Er war Programmdirektor von Theater der Welt 2014 in Mannheim.


Matthias Lilienthal ist seit der Spielzeit 2015/16 Intendant der Münchner Kammerspiele.