​Martin Sperr

Martin Sperr (*1944 – 2002) besuchte von 1962 bis 1964 das Max Reinhardt Seminar in Wien, ehe er an die Schauspielschule Genzmer in Wiesbaden wechselte und 1965 seine Schauspielprüfung absolvierte. Sein Erstlingsstück „Jagdszenen aus Niederbayern“ wurde 1965 veröffentlicht und ein Jahr später am Theater Bremen uraufgeführt. Den Durchbruch des Stücks brachte jedoch die Inszenierung an der Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin, in der Martin Sperr die Rolle des Rovo übernahm. Gemeinsam mit den Dramen „Landshuter Erzählungen“ und „Münchner Kindl“ bildet es eine Trilogie, die zwanzig Jahre deutsche Nachkriegsgeschichte thematisiert.
1967 holte August Everding Martin Sperr als Schauspieler und Hausautor an die Münchner Kammerspiele. Später arbeitete er an verschiedenen Theatern in München. Martin Sperr erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Ernst-Hoferichter-Preis (1977) sowie den Mülheimer Dramatikerpreis (1978). Neben Rainer Werner Fassbinder, Franz Xaver Kroetz und Felix Mitterer gilt er als einer der wichtigsten Autoren des neuen Volksstücks in der Tradition Ödön von Horváths und Marieluise Fleißers.

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JAGDSZENEN AUS NIEDERBAYERN