Martin Kusej

Regie

Martin Kušej, geboren 1961 in Wolfsberg/Österreich, studierte von 1978 bis 1982 Sportwissenschaft, Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Graz sowie von 1982 bis 1985 Regie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Nach seinem Studium assistierte er am Salzburger Landestheater und am Slowenischen Nationaltheater Ljubljana. 1987 inszenierte er „Es“ von Karl Schönherr am Schauspielhaus Graz, 1990 gründete er zusammen mit dem Bühnenbildner Martin Zehetgruber die Gruppe „My friend Martin“. Von 1993 bis 2000 war er Hausregisseur am Staatstheater Stuttgart sowie von 2004 bis 2006 Schauspieldirektor der Salzburger Festspiele. Darüber hinaus inszenierte Martin Kušej u.a. am Deutschen Theater Berlin, an der Staatsoper Berlin, an der Volksbühne Berlin, an der Oper Graz, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Thalia Theater Hamburg, am Burgtheater Wien und am Opernhaus Zürich.

Martin Kušej erhielt zahlreiche Auszeichnungen: 1999, 2001 und 2009 wurde er zum Berliner Theatertreffen eingeladen, 1993 erhielt er den Kurt-Hübner-Regiepreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und 1999 wurde er mit dem 3sat-Innovationspreis ausgezeichnet. 2006 und 2009 erhielt er den österreichischen Theaterpreis Nestroy sowie 2012 den Deutschen Theaterpreis Faust. Seit der Spielzeit 2011/12 ist Martin Kušej Intendant des Münchner Residenztheaters. 2013 wurde er als Regieprofessor ans Wiener Max Reinhardt Seminar (Institut für Schauspiel und Schauspielregie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) berufen.

An den Münchner Kammerspielen inszenierte Martin Kušej 2015 „Jagdszenen aus Niederbayern“ von Martin Sperr.