​Marta Górnicka

Regie

Marta Górnicka ist Regisseurin und Sängerin, Absolventin der Fakultät für Regie der Theaterakademie Aleksander Zelwerowicz, der Musikhochschule Frédéric Chopin in Warschau, der Warschauer Universität und der Staatlichen Schauspielschule in Krakau. Von 2009 bis 2014 arbeitete sie mit dem Warschauer Theaterinstitut Zbigniew Raszewski und entwickelte ihr eigenes Konzept eines neuen modernen und tragischen Chor-Theaters. In diesem Zusammenhang entwickelte sie eigens ein Vokal- und Aktionstraining für Stimme und Körper. Diese Methode unterrichtete sie in zahlreichen Workshops in Dresden, Tokio, Kiew, Tel Aviv, Nottingham, London und Utrecht. 2010 gründete sie mit Unterstützung des Warschauer Theaterinstituts den „Chor der Frauen“, mit dem sie ihre Form des chorischen Theaters weiterentwickelte. Ihre erste Inszenierung „Hier spricht der Chor“ hatte im Juni 2010 in Warschau Premiere. 2011 folgte ihre Inszenierung „Magnificat“, in der sie den Chor zunehmend auch in seiner politischen Dimension erprobt. Marta Górnicka gastierte mit ihren Inszenierungen international auf Festivals.
Mit ihrer Arbeit „Magnificat“ gewann sie bereits mehrere Preise: u.a. war sie 2012 mit „Magnificat“ die Preisträgerin bei „FAST FORWARD – europäisches Festival für junge Regie“ am Staatstheater Braunschweig. Ihre letzte Arbeit mit dem Titel „Mother Courage won't remain silent. A chorus for a war time“ hatte im Dezember 2014 im Tel Aviv Museum of Art Premiere. Für diese Inszenierung vereinte sie sowohl 60 arabische als auch jüdische Mütter, israelische Tänzer im Kriegsdienst und arabische Kinder in ihrem Chor. In der Spielzeit 2015/16 kehrte sie an das Staatstheater Braunschweig zurück und realisierte „Mother Courage“ mit sechs SchauspielerInnen, drei SchauspielstudentInnen und 14 Laien auf der Bühne. Für diese Arbeit war sie für den FAUST Preis 2016 in der Kategorie Regie Schauspiel nominiert. Zuletzt hatte ihre Inszenierung „Hymn to Love“ am Theater Poznan Premiere.

In der Spielzeit 2017/18 wird Marta Górnicka das von ihr arrangierte Libretto „Jedem das Seine. Ein Manifest“ unter Verwendung von neuen Texten der Autorin Katja Brunner zur Uraufführung bringen.