Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi

Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi, geboren 1928 auf dem Landgut seiner Familie Jasnaja Polanja bei Tula, gilt als einer der bedeutenden Schriftsteller Russlands. Früh verwaist und von seiner Tante erzogen, begann er ein juristisches Studium, das er abbrach, trat in die zaristische Armee ein, um schließlich auf das Gut der Familie zurückzukehren. Dort galt sein Interesse besonders der Verbesserung der Arbeits- und Lebensumstände der Arbeiter und Bauern, ein zentrales Thema Tolstois, das sich in seiner kritischen Auseinandersetzung mit der russischen Gesellschaft in seinen Werken wiederfindet. Mit dem monumentalen Roman „Krieg und Frieden“ schrieb Tolstoi zwischen 1863 und 1866 an einem seiner bis heute bedeutendsten Werke, das in den Jahren 1868/1869 erschien. In den Jahren 1875 bis 1877 folgte ein weiterer seiner großen Romane, „Anna Karenina“. Seine zunehmend kritische Haltung gegenüber dem zaristischen Russland sowie sein soziales Engagement führten in den späteren Jahren zu einer Ächtung und zu ständigen Schikanen durch die Behörden des eigenen Landes. Leo Tolstoi erlag einer Lungenentzündung und starb am 20. November 1910 auf einer Reise im Bahnwärterhäuschen von Astapowo, in der Nähe seines Landgutes Jasnaja Polanja.

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