David Marton

David Marton wurde 1975 in Ungarn geboren. Nach einer Ausbildung zum Pianisten in Budapest wechselte er zum Dirigier- und Regie-Studium an die Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, wo er eher zufällig am Theater landete, genauer gesagt an der Berliner Volksbühne. Er machte Theatermusik für Regisseure wie Christoph Marthaler und Frank Castorf und begann, getrieben von der Frage nach wahrhaftiger Musikalität als auch ihrer Übersetzbarkeit in Theater, schließlich selbst zu inszenieren. Marton arbeitet sowohl an freien Produktionshäusern wie den Berliner Sophiensaelen, an Stadt- und Staatstheatern wie dem Burgtheater Wien, dem Königlichen Schauspielhaus in Kopenhagen, dem Staatsschauspiel Stuttgart, der Volksbühne Berlin oder der MC93 in Paris, und inszeniert regelmäßig auch an der Opéra de Lyon. Für „Don Giovanni. Keine Pause“ wählte ihn die Fachzeitschrift Deutsche Bühne 2009 zum Opernregisseur des Jahres. In der ersten Spielzeit unter Matthias Lilienthal gründete er das „Opernhaus der Kammerspiele“, deren Direktor er zugleich wurde. In diesem Rahmen inszenierte er gleich zwei Stoffe des klassischen Opernrepertoires: Bellinis „La Sonnambula“ und Mozarts „Figaros Hochzeit“ und initiierte die temporäre Opernbude im Hof der Kammerspiele.

In der Spielzeit 2017/18 kehrt David Marton mit seiner Bearbeitung von Jack Kerouacs „On the Road“ an die Kammerspiele zurück und wird die Spielzeit mit einem Theater-Musikabend in der Kammer 1 eröffnen.