Britta Thie

Britta Thie, geboren 1987 in Minden, ist eine in Berlin lebende Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit mit neuen Technologien und der Beziehung zwischen dem Selbst und digitaler Repräsentation beschäftigt. Britta Thie studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Münster und an der Universität der Künste Berlin (UDK) als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2011/12 erhielt sie ein DAAD-Stipendium für einen Aufenthalt an der Cooper Union for the Advancement of Science and Art in New York. 2013 schloss sie ihr Studium als Meisterschülerin bei Hito Steyerl an der UDK Berlin ab. Zur Zeit unterrichtet sie als Gastprofessorin an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Britta Thie nutzt ihre Erfahrung als Model in ihrer künstlerischen Praxis, indem sie das medialisierte Abbild ihres Körpers als Mittel der kritischen Reflexion des Figurativen in einer konsumorientierten Gesellschaft verwendet. Ihre Arbeiten wurden unter anderen in Ausstellungen im Public Art Fund New York, der Julia Stoschek Collection Berlin, den Anthology Film Archives (New York), Mumok (Vienna), Auto Italia (London), Kestnergesellschaft Hannover, der Sandy Brown Gallery (Berlin) und dem KW Institute for Contemporary Art (Berlin) gezeigt.
Die sechsteilige Webserie „Translantics“, ihr erstes institutionelles Soloprojekt, wurde von der Schirn Kunsthalle Frankfurt im Rahmen der neuen kuratorischen Plattform „Digital Art Zone“ produziert und ist auf dem TV Sender ARTE Creative wie auf YouTube zu sehen. Es folgten Einzelausstellungen im Kunstverein Göttingen und im SCHINKEL Pavillon Berlin. 2016 erarbeitete sie an den Münchner Kammerspielen die Live-Sitcom „I'MDB“, die 2017 unter dem Titel „The Superhost“ als Film auf ARTE Creative veröffentlicht wurde.

In der kommenden Spielzeit wird sie bei „X Shared Spaces (AT)“ eine neue Arbeit für die Münchner Kammerspiele entwickeln.