Bert Wrede

Musik

Bert Wrede, geboren 1961 in Potsdam, absolvierte von 1982 bis 1986 sein Musikstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, wo er von 1988 bis 1994 als Lehrbeauftragter für Gitarre tätig war. Als freier Musiker arbeitete er in Berlin bei diversen Jazz- und Avantgarde-Projekten. Er veröffentlichte zahlreiche CDs, gastierte auf vielen internationalen Festivals und gab Konzerte in Europa, Asien und Nordamerika. 1997 erhielt er ein Kompositions-Stipendium von der Akademie der Künste Berlin, 1998 ein Arbeitsstipendium in New York. Bert Wrede arbeitete u.a. mit Künstlern wie E. L. Petrowsky, Misha Mengelberg, Conrad Bauer, A. v. Schlippenbach, Phil Minton, Elliott Sharp, Dave Tronzo und Louis Sclavis sowie mit den Autoren Albert Ostermaier und Ulrich Zieger. Am Theater arbeitete er mehrfach mit Andrea Breth, Dimiter Gotscheff, Martin Kušej, Michael Thalheimer und Enrico Lübbe. Er schrieb Bühnenmusiken für Produktionen u.a. am Deutschen Theater Berlin, Thalia Theater Hamburg, Residenztheater München, Schauspiel Frankfurt, Nationaltheater Den Haag, bei den Salzburger Festspielen, am Burgtheater Wien, Royal Dramatic Theatre Stockholm, Royal Theatre Copenhagen und am Theatre National La Colline Paris. Darüber hinaus schrieb er Scoremusiken für Filme von Peter Welz, Detlev Buck, Christoph Hochhäusler, Sylke Enders und Thomas Stuber. 2002 erhielt Bert Wrede den Nestroy Preis für die Bühnenmusik zu „Letzter Aufruf“ von Albert Ostermeier (Regie: Andrea Breth, 2002). 2006 folgte der Deutsche Filmpreis in der Kategorie Beste Filmmusik für „Knallhart“ (Regie: Detlev Buck, 2006).

An den Münchner Kammerspielen wirkte er zuletzt in Martin Kušejs Inszenierung „Jagdszenen aus Niederbayern“ mit.