Amir Reza Koohestani

Regie

Amir Reza Koohestani wurde 1978 in Schiras im Iran geboren und gilt als einer der bedeutendsten iranischen Theatermacher seiner Generation. Nach Erfahrungen als Performancekünstler und Filmemacher gründete er 2001 die Mehr Theatre Group in Teheran, deren erstes Stück „Dance on Glasses“ Koohestani 2001 internationale Bekanntheit bescherte. Nachdem er einige Jahre in Manchester/Großbritannien studiert hatte, kehrte er nach Teheran zurück, wo er seine Stücke nach wie vor erarbeitet und erfolgreich zeigt. Seit fünfzehn Jahren sind Koohestanis Arbeiten auch in Europa zu sehen. Stücke wie „Amid the Clouds“, „Timeloss“ oder zuletzt „Hearing“ waren neben den Aufführungen im Iran u.a. auch auf dem Kunstenfestivaldesarts in Brüssel, bei den Wiener Festwochen, beim Osloer International Theater Festival, dem Zürcher Theaterspektakel, dem Santarcangelo Festival in Italien oder dem Festival d’Automne in Paris zu sehen. An deutschen Theatern hat Koohestani mehrfach inszeniert, zuletzt seine erste Oper, Wagners „Tannhäuser“, am Staatstheater Darmstadt und eine Adaption von Tschechows „Der Kirschgarten“ am Theater Freiburg (2017).

An den Münchner Kammerspielen verantwortete er die Adaptationen von Kamel Daouds Roman „Der Fall Meursault – Eine Gegendarstellung“ (Spielzeit 16/17) und Yasmina Khadras „Die Attentäterin“ (Spielzeit 17/18) in der Kammer 1 sowie eine Performance im Rahmen des Stadtteilprojekts „X SHARED SPACES“. Zu Beginn der Spielzeit 2018/19 wurde sein Stück „Summerless“ in der Kammer 2 im Rahmen eines Gastspiels aufgeführt. „Macbeth“ ist nun seine dritte Arbeit mit dem Ensemble der Münchner Kammerspiele.