Open Border Kongress 2015: Refugee Protest

Open Border Kongress 2015: Refugee Protest

Diskussion mit: Kenan Emini, Hamado Dipama, Newroz Duman, Rex Osa, Felleke Bahiru Kum. Moderation: Larry Moore Macaulay / Freitag, 16.10. 21:30 / KAMMER 1

Geflohene sind nicht darauf angewiesen, dass andere für sie sprechen. Auch wenn das europäische Einwanderungssystem alles dafür tut, die Stimmen derer zu marginalisierten, die am meisten davon verstehen, was es heißt, unter den Bedingungen postkolonialer Kriege und Krisen leben zu müssen. Mehrere VertreterInnen von Refugee-Selbstorganisationen berichten davon, welche politischen Ziele sie verfolgen und was die deutsche Gesellschaft tun kann, um ihre Forderungen zu unterstützen.


Hamado Dipama
kam als Flüchtling aus Burkina Faso nach Deutschland und setzt sich seit dem gegen Alltagsrassismus in Deutschland ein. Er ist Mitglied des Münchner Ausländerbeirats und ist Mitorganisator des Panafrikanismus Kongresses in München.

Nevroz Duman floh als 12-Jährige mit ihrer Familie aus der Ost-Türkei nach Deutschland. Heute arbeitet die 25-Jährige beim Internationalen Bund und der Organisation Jugendliche ohne Grenzen (JoG), sowie ehrenamtlich im Vorstand von Pro Asyl. Sie beschreibt sich selbst als Vollzeit-Aktivistin.

Rex Osa, geboren 1973, flüchtete 2005 auf Grund von politischer Verfolgung in Nigeria nach Deutschland und stellte hier einen Antrag auf politisches Asyl. Als Flüchtlingsaktivist war er auf verschiedenen internationalen Veranstaltungen vertreten und engagiert sich in Organisationen wie The Voice. Das Credo seiner politischen Arbeit lautet: „Wir können die Welt nicht an einem Tag verändern. Deshalb schätze ich jeden kleinen Schritt und gebe selbst mein Bestes.“

Felleke Bahiru Kum floh aus Äthiopien und wendete mehrmals erfolgreich seine Abschiebung ab. So weigerte sich am 4.9.2006 der damit beauftragte Pilot ihn zurückzufliegen. Bis heute kämpft Felleke weiter um sein Bleiberecht. Er ist Sprecher der Flüchtlinge in Nördlingen im Landkreis Donau-Ries und aktiv im bayerischen Anti-Lager-Netzwerk Deutschland-Lagerland. 2009 erhielt er den Menschenrechtspreis von Pro Asyl.

Larry Moore Macaulay ist Gründer, Chefredakteur und Herstellungsleiter des Refugee Radio Networks – ein unabhängiges Projekt in Hamburg, das sich der Menschenrechts- und Entwicklungsarbeit verpflichtet und von Geflohenen gestaltet und produziert wird.


In deutscher und englischer Sprache mit französischer und arabischer Simultanübersetzung.


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