Open Border Kongress 2015: PARADISE MASTAZ

Musikperformance mit Puppen von Hajusom / Samstag, 17.10. 19:30 & Sonntag, 18.10. 15:00 / KAMMER 3

Für PARADISE MASTAZ hat die transnationale Performancegruppe Hajusom ihr Personal mit besonderen Experten erweitert. Schräge Schaumstoffpuppen als europäische Touristen und hölzerne Marionetten in westafrikanischer Bauart als Protagonisten der Migration werden von den Performern auf den Weg gebracht. Auf ungleichen Reise-Routen sind sie alle auf der Suche nach einem ominösen "Paradies" und verheddern sich dabei nicht nur im Kampf mit wechselseitigen Klischees und Projektionen. Hajusom nimmt die Fäden in die Hand und zeigt lustvoll, wer die wahren Meister des Paradieses sind und wie Strippenzieher im globalen Spiel der Macht aufgebaut und demontiert werden. Die Puppen sind mit legendären Puppenspielkünstlern aus Berlin und Bamako/Mali entstanden: Niklas Loycke / Das Helmi und Yaya Coulibaly / Compagnie Sogolon. Viktor Marek & Knarf Rellöm lassen mit ihren live beats Puppen und Performer tanzen.


von und mit:
Pegah Aghamohammadi, Joshua Amponsah, Mariama Babjie, Aboubakar Badi Maiga, Amelan-Maria Comoé, Zandile Darko, Francesco Di Bari, Farzad Fadai, Omied Khademsaba, Aimee Nhung Le, Isaac Lokolong, Sarah Owusu, Rahmat Rezai, Dennis Robert, Priscilla Schätz, Bernard Schätz

Künstlerische Leitung und Regie: Ella Huck, Dorothea Reinicke Co-Regie: Katharina Oberlik Puppenbau: Ensemble mit Niklas Loycke / Das Helmi, Berlin; Yaya und Ousmane Coulibaly/Théâtre Sogolon, Bamako Musik: Viktor Marek/Elektronik, Komposition; Knarf Rellöm/Bass, Drums; Emanuel Boadu/Vocals, Guitar; Rahmat Hassani/Flöten, Mundharmonika Choreografie: Can Gülec, Franklyn Kakyire, Schwan Friederike Lampert Kostüm: Jelka Plate Raum: Markus Lohmann Assistenz Raum/Kostüm: Saskia Gottstein Assistenz Regie: Esther Brandt Lichtdesign: Michael Lentner-Niyorugira Sounddesign: Manuel Horstmann Programmierung Blog: Lutz Saure

Paradise Mastaz ist eine Koproduktion von Hajusom e.V. mit Kampnagel Hamburg, Theater
Pumpenhaus Münster, FFT Düsseldorf

Hajusom – transnationale Kunst.
Unter dem Dach des Labels Hajusom finden sich junge Menschen zusammen, um gemeinsam mit internationalen KünstlerInnen verschiedener Genres zu arbeiten. Es entstehen Theater-Performances, die auf großen Bühnen, meist mit Live Musik, präsentiert werden und kleinere Formate: Hörstücke und Songs, literarische Texte und interaktive Kunst-Aktionen, teilweise auch im öffentlichen Raum.

Seit 1999 ist Hajusom ein Ort in Hamburg, an dem Kunst und Leben zusammenfließen und wo künstlerisches kollektives Schaffen als das Gegenteil von kultureller, religiöser und politischer Dominanz praktiziert wird. Alle PerformerInnen tragen ihre individuellen Landkarten in sich, für sie ist Migration der Normalfall menschlicher Existenz. Hajusom versteht seine Arbeit als friedensbildend und als künstlerische Intervention im Konfliktfeld der aktuellen Migrationspolitik.

In deutscher Sprache.

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.


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(c) Hajusom e.V., Lutz Saure


Gefördert von

nationales performance netz
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