OPEN BORDER KONGRESS 2015: ERÖFFNUNGSREDEN

Eröffnungsreden von Ousmane Diarra, Heribert Prantl und Napuli Paul Langa / Freitag, 16.10.. 18 Uhr KAMMER 1

OUSMANE DIARRA: EUROPÄISCHE GRENZPOLITIK – AFRIKANISCHE WIRKLICHKEIT

Welche Auswirkungen hat die Europäische Grenz- und Geopolitik auf die Situation in Afrika? Wie gehen die afrikanischen Staaten mit der Realität von Flucht und Ankunft um? Am Beispiel Malis wird Ousmane Diarra davon berichten, warum sich immer wieder junge Menschen auf die gefährliche Reise nach Europa begeben. Trotz der tödlichen Gefahren an den Außengrenzen der Europäischen Union, trotz der prekären Situation, die Geflohene in Europa erwartet.

Ousmane Diarra, Präsident der Organisation AME (Assoziation der Abgeschobenen Malis), arbeitet in Mali mit Abgeschobenen aus Europa und anderen afrikanische Staaten zusammen. Er hat außerdem das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact mit aufgebaut.

In französischer Sprache mit arabischer, deutscher und englischer Simultanübersetzung.



HERIBERT PRANTL: EUROPA – RAUM DER FREIHEIT. PERSPEKTIVEN EINER GUTEN EUROPÄISCHEN FLÜCHTLINGSPOLITIK

Der Journalist und Jurist Heribert Prantl fordert einen radikalen Richtungswechsel in der europäischen Flüchtlingspolitik. Er benennt klipp und klar das ethische Versagen Europas angesichts der aktuellen Migrationsbewegungen und skizziert, wie eine neue Asyl-und Flüchtlingspolitik aussehen muss.

Heribert Prantl ist Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und Ressortleiter Innenpolitik.

In deutscher Sprache mit arabischer, französischer und englischer Simultanübersetzung.



NAPULI PAUL LANGA: GEMEINSAM FÜR DIE RECHTE VON GEFLOHENEN

Zusammen mit anderen Geflohenen hat Napuli Paul Langa am Berliner Oranienplatz 18 Monate lang gegen die entwürdigenden Lebensbedingungen für Asylsuchende in Deutschland protestiert. Gegen die Unterbringung in Lagern, gegen das Arbeitsverbot und gegen Residenzpflicht. Die Aktivistin wird von ihrer Vision von einem neuen Umgang mit Geflohenen in Europa, in Deutschland berichten. Ein Plädoyer gegen Kriminalisierung und Ausschluss, ein Aufruf zu Solidarität und Gerechtigkeit. Eine Rede über die nicht enden wollende Geschichte der Kolonisation.

Napuli Paul Langa war nach ihrem Studium im Sudan und in Uganda Mitarbeiterin der SONAD (Sudanese Organisation for Non-Violence and Development). Sie ist aus dem Sudan nach Europa geflohen und nahm unter anderem an dem 600 Kilometer langen Marsch Geflüchteter von Würzburg nach Berlin teil. Danach war sie eine der MitorganisatorInnen des Protestcamps der Geflohenen am Berliner Oranienplatz.

In englischer Sprache mit arabischer, deutscher und französischer Simultanübersetzung.


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(c) Kenan Emini