Open Border Kongress 2015: IDENTITÄTEN DEHNEN

Theater von Gintersdorfer / Klaßen, Freitag 16.10. 19:30 & 22:00 / KAMMER 2

Das Künstlerduo Gintersdorfer/Klaßen ist seit Jahren Garant für scharfsinnige und herausfordernde Theaterarbeiten, die dem Publikum neue Sehgewohnheiten abverlangen. "Identitäten dehnen" ist ein philosophisches Konzept des französischen Marxisten Alain Badiou. Er postuliert die „illegalen Migranten als Bastion des Widerstands gegen den Opportunismus und neoliberalen Geist der demokratischen Wähler“. 
Badiou beschreibt einen neuen Kommunismus: Die Dehnung der individuellen Identität ins Unendliche bei Beibehaltung des Egoismus, aber ohne Gier. Diese These wird von dem deutsch-ivorischen Darsteller-Team performativ gegengelesen. Aber nicht nur aktuelle europäische Philosophie-Konzepte zum Thema Migration werden auf den Prüfstand gestellt: das Team um Gintersdorfer/Klaßen bereichert zudem die aktuelle Debatte über Flüchtlinge und deren Allianzen mit Kulturinstitutionen, politischen Supportern und Kirchen mit provokanten Spekulationen.

Von und mit: Gotta Depri, Hauke Heumann, Eric Parfait Francis Taregue, Franck Edmond Yao, Hans Unstern, Napuli Paul Langa Dramaturgie: Nadine Jessen Dramaturgieassistenz: Isabelle Wapnitz

Gintersdorfer/Klaßen entwickeln seit 2005 Projekte, in denen sie Lebensstrategien und Ausdrucksformen der Darsteller zum Zentrum machen und mit eigenen Strategien und Ästhetiken konfrontieren. Das deutsch-ivorische Kollektiv arbeitet mit internationalen Gästen und wurde zu vielen Festivals der freien Theaterszene eingeladen.

In deutscher, französischer und englischer Sprache.

ZURÜCK ZUR HAUPTSEITE Munich Welcome Theatre // Open Border Kongress

(c) Knut Klaßen