Open Border Kongress 2015: DIE, DIE NICHT GESEHEN WERDEN / Those who remain invisible

Lecture-Performance von Carolin Emcke / Freitag, 16.10. 20:00 / KAMMER 3

Krieg und Gewalt stellen eine Anomalie dar, sie brechen mit allen moralischen oder normativen Erwartungen. Lange vor der Frage, wie von den Erfahrungen von Tod und Zerstörung zu erzählen sei, überfordern sie die Betrachter: psychisch, moralisch, ästhetisch. Was gibt es für Hindernisse des Sehens und Verstehens und welche Individuen oder Kollektive bleiben unsichtbar? Bezug nehmend auf die Krisen und Fluchtursachen in Afghanistan, Irak und Gaza stellt die Journalistin Carolin Emcke in ihrer Lecture-Performance systematische Fragen nach den Schwellen des Erzählens.

Carolin Emcke studierte Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und Harvard; von 1998 - 2006 war sie Redakteurin beim Spiegel und als Auslandsredakteurin in vielen Krisengebieten (Afghanistan, Pakistan, Kosovo, Irak, Kolumbien, Libanon u.a.) unterwegs.
2003/2004 war Carolin Emcke Visiting Lecturer für Politische Theorie an der Yale University mit Seminaren über „Theorien der Gewalt“ und „Zeugenschaft von Kriegsverbrechen“; seit 2007 arbeitet Carolin Emcke als Publizistin und internationale Reporterin (u.a. in Israel, Westbank, Pakistan, Ägypten, Irak, USA).

Lecture-Performance in englischer Sprache, anschließende Diskussion in deutscher und englischer Sprache.

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(c) Sebastian Bolesch