MK: Leitungsteam

Elke Bauer ist seit 2002 Theatervermittlerin an den Münchner Kammerspielen. Zuvor arbeitete sie am GRIPS Theater Berlin, an der Theaterpädagogischen Fabrik der Altenburg-Gera-Theater GmbH und am Schnawwl, dem Kinder- und Jugendtheater am Nationaltheater Mannheim. Sie realisiert Theaterprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Senior*innen und entwickelt verschiedenste Formate für eine aktive Teilhabe an der Kunstform Theater. Sie studierte an der Hochschule der Künste Berlin Theaterpädagogik, Schauspielperformance und Produktionsdramaturgie.

Oliver Beckmann studierte Rechtswissenschaften und Politologie in Berlin und Köln. Nach Abschluss des 2. Juristischen Staatsexamens arbeitete er von 2002 bis 2005 als Betriebsdirektor am Schauspiel Hannover in der Intendanz von Wilfried Schulz. Im Sommer 2005 wechselte Oliver Beckmann als Geschäftsführender Direktor an das Berliner Ensemble zu Claus Peymann. Von 2009 bis 2011 war er in Berlin als Berater für Kulturinstitutionen tätig, bevor er im September 2011 als Geschäftsführender Direktor an die Münchner Kammerspiele kam.

Olivia Ebert arbeitet als Dramaturgin und Kuratorin im Kontext der freien darstellenden Künste. Gemeinsam mit Fanti Baum leitet sie das Theaterfestival Favoriten 2018 und 2020 in Dortmund. Davor entwickelten beide aus der freien Szene Frankfurts heraus Diskussions- und Präsentationsformate. Durch langjährige Zusammenarbeit ist Olivia Ebert zudem mit dem Künstlerhaus Mousonturm und mit der Theaterwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt verbunden. Aktuell kuratiert sie neben Favoriten 2020 auch das Theaterfestival Schwindelfrei 2020 in Mannheim. Ab Oktober 2020 ist sie Dramaturgin an den Münchner Kammerspielen.

Jan-Christoph Gockel studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt und Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin. Er inszeniert dichte Collagen aus Text, Musik, Film und Puppenspiel. Dazu entstehen zahlreiche Stückentwicklungen mit politischem Interesse, wie „Ramstein Airbase: Game of Drones“ (2015), oder Reiseprojekte, wie „Die Revolution frisst ihre Kinder!“ (2018), das in Burkina Faso als Theaterprojekt und Kinofilm entstand und 2019 mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet wurde. Nach sechs Jahren als Hausregisseur am Staatstheater Mainz kommt Jan-Christoph Gockel als Teil des künstlerischen Leitungsteams nach München.

Viola Hasselberg, geboren 1968 in Bonn, studierte Angewandte Theaterwissenschaft, Musik und Politikwissenschaft an der Universität Hildesheim. Es folgte ein einjähriges Forschungsstipendium in Polen. Als Schauspielerin und Regisseurin bei der freien Gruppe Theater ASPIK, ab 1999 dann als Dramaturgin und Regisseurin am Luzerner Theater, am Schauspiel Hannover und zuletzt von 2006-2017 Schauspieldirektorin am Theater Freiburg. Dort betreibt sie gemeinsam mit Barbara Mundel eine starke künstlerische Vernetzung mit der Stadt auf dem Weg zu einem “Stadttheater der Zukunft”, sowie eine kontinuierliche Partnerschaft mit Künstlern in Istanbul. Ab September 2020 Leitende Dramaturgin und stellvertretende Intendantin der Kammerspiele.

Fabian Iberl ist im östlichen Umland von München aufgewachsen. In Berlin studierte er Theater- und Veranstaltungstechnik an der Technischen Fachhochschule und schloss sowohl sein Diplom als auch seinen Master of Engineering mit Bravour ab. 2009 kehrte er zusammen mit seiner Frau zurück in die alte Heimat, um an den Münchner Kammerspielen zunächst als Konstrukteur, später als stellvertretender Werkstättenleiter und Betriebsingenieur zu arbeiten. Seit ein paar Jahren bereichern zwei Kinder sein Familienleben. Ab September 2020 tritt er das Amt des Technischen Direktors an den Münchner Kammerspielen an.

Nele Jahnke, als langjährige künstlerische Mitarbeiterin und Künstlerische Mit-Leiterin des Theater HORA in Zürich hat Sie versucht, die Sichtbarkeit und Mitbestimmung von Künstler*innen mit einer „Behinderung“ im Theater und in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken. Sie führte bei verschieden Projekten mit dem HORA Ensemble Regie und initiierte Vermittlungs – und Publikumsformate.
Sie konzipierte und leitete gemeinsam mit M.Elber und M. Bugiel das Langzeit-Experiment Freie Republik HORA, in welchem das HORA-Ensemble ihre eigenen Regiearbeiten realisierte. Nele Jahnke wuchs in Ostholstein und Berlin auf.
Sie studierte Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste,ist teil der Gruppenformation: Planetensystem und arbeiten auch als freie Performerin und Regisseurin. 2019 erhielt sie den Kultur Förderpreis des Kantons Zürich.
Ab 2020 gehört sie als Dramaturgin und Regisseurin zum künstlerischen Leitungsteam der Kammerspiele.

Pınar Karabulut, Regisseurin, 1987 geboren, studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Neuere deutsche Literatur an der LMU München. Sie arbeitet unter anderem an der Volksbühne Berlin, Theater Bremen und Schauspiel Köln, wo sie in der Spielzeit 2016/2017 im Kollektiv das Britney, die Außenspielstätte am Offenbachplatz, kuratierte. Mit ihren Inszenierungen wurde sie dreimal zum Festival radikal jung eingeladen und erhielt den NachSpielPreis des Heidelberger Stückemarktes. Für ihre Inszenierung von Endstation Sehnsucht am Volkstheater Wien wurde sie für den Nestroy 2019 nominiert. Karabulut bringt in ihren Werken starke Frauenfiguren zur Geltung, arbeitet dabei auf kraftvoll radikale Weise die weibliche Perspektive heraus. Ab 2020 gehört Karabulut zum künstlerischen Leitungsteam der Kammerspiele.

Melisa Kaya, geboren und aufgewachsen in der Türkei. Beginnt 2003 ihr Studium der Mathematik in Freiburg im Breisgau. Während ihres Studiums arbeitet sie als Privatdozentin und Förderlehrerin u.a. in Programmen der Mercator Stiftung. 2012 wirkt sie als Darstellerin in der Produktion “Bärensee” von Teresa Rotemberg mit und entdeckt ihre Leidenschaft für das Theater. Von 2014 bis 2017 absolviert sie die Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau im Theater Freiburg. Nach einer halbjährigen Anstellung im Künstlerischen Betriebsbüro desselben Hauses, arbeitet sie von 2017 bis 2020 als Direktionsreferentin am Maxim Gorki Theater in Berlin. Seit April 2020 persönliche Referentin der Intendantin der Münchner Kammerspiele.

Zsaklin Diana Macumba, geboren und aufgewachsen in Ungarn. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Wien und der Université de la Réunion auf der französischen Insel La Réunion. Während dem Studium ist sie langjährige Mitarbeiterin der Wiener Festwochen und des Viennale Filmfestivals. Von November 2018 bis März 2020 absolviert sie die Ausbildung zur Redakteurin an der Deutschen Journalistenschule in München. Ihre Praxisstationen führen sie nach Berlin zu CNN International, nach Hamburg in die ARD Aktuell Tagesschau Redaktion und nach New York in das ZDF Auslandsstudio. Ab September 2020 Referentin für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Münchner Kammerspiele.

Rania Mleihi, geboren und aufgewachsen in Damaskus. Hat in ihrer Heimat arabische Literatur und Theaterwissenschaft studiert. Sie hat am National Theater Damaskus als Regisseurin und Dramaturgin gearbeitet. 2008 hat sie ihr Theaterensemble in Damaskus gegründet und an verschiedenen Theaterfestivals in vielen Ländern teilgenommen, z. B. dem Edinburgh Festival. 2009 war Rania Mleihi als Stipendiatin des Internationalen Forums zum Theatertreffen Berlin eingeladen. Seit 2015 lebt sie in Deutschland und arbeitete als Dramaturgin in verschiedenen Häusern wie den Kammerspielen München, Schauspielhaus Hannover und am Theater an der Ruhr. Seit 2019 ist sie Mitglied des Theaterbeirats Niedersachsen. Ab 2020 arbeitet sie als Dramaturgin an den Kammerspielen.

Mehdi Moradpour ist Autor, Gerichts- und Community-Dolmetscher sowie Übersetzer für Persisch und Spanisch. Nach einem technischen Studium im Iran studierte er ab 2004 Hispanistik, Soziologie, Amerikanistik und Arabistik in Leipzig und Havanna sowie ab 2014 szenisches Schreiben in Graz. Währenddessen war er in verschiedenen Funktionen in freien Theatergruppen tätig und schrieb journalistische Beiträge über Kultur und Theater. Seine Texte wurden mehrfach ausgezeichnet und übersetzt. Zusammenarbeit u. a. mit Deutscher Oper Berlin, Maxim Gorki Theater, Schauspielhaus Wien, Wiener Festwochen, Grips Theater und Theater Bremen. Ab der Spielzeit 2020/21 gehört er als Dramaturg zum künstlerischen Leitungsteam der Kammerspiele.

Barbara Mundel, geboren 1959 in Hildesheim, Studium der Neueren deutschen Literatur, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft, arbeitet seit den 80er Jahren als Dramaturgin mit den Stationen Theater Basel, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, Münchner Kammerspiele und Ruhrtriennale sowie als Regisseurin mit Schwerpunkt im Musiktheater (u.a. an der Oper Frankfurt und den Salzburger Festspielen). Von 1999 bis 2004 war sie Direktorin des Luzerner Theaters, von 2006 bis 2017 Intendantin am Theater Freiburg. Sie prägte die programmatische Frage nach einem „Stadttheater der Zukunft“. Von der Zeitschrift „Die deutsche Bühne“ wurde das Theater Freiburg unter ihrer Intendanz mehrfach für seine „ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ ausgezeichnet. Ab September 2020 ist sie Intendantin der Münchner Kammerspiele.

Sebastian Reier: Der Musikvermittler, Menschen-Zusammenbringer und selbsternannte Vinylarchäologe Sebastian Reier alias DJ Booty Carrell bringt weltweit Minority Pop auf die Tanzflächen: Tourneen und Auftritte führten ihn nach Pakistan und Thailand, in die Türkei und quer durch Europa: Als Kurator und Produzent von Musikprogrammen war er unter anderem für »New Hamburg« in Kooperation mit dem Deutschen Schauspielhaus und die Architekturbiennale Venedig tätig. Zudem arbeitet er als Autor, u.a. für DIE ZEIT und den Hörfunk.

Falk Richter, Autor und Regisseur, 1969 in Hamburg geboren, studierte Theaterregie in Hamburg und war langjähriger Hausregisseur an der Schaubühne Berlin sowie am Maxim Gorki Theater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Zu seinen wichtigsten Werken zählen u. A. die weltweit gespielten Stücke „Electronic City“, „Unter Eis“, „Trust“ und „Fear“. Mehrfache Einladungen zum Berliner Theatertreffen und Nominierung für den Mülheimer Dramatiker*innen-Preis, zuletzt 2020 mit „In My Room“. Für seine Uraufführung von Elfriede Jelineks „Am Königsweg“ am Deutschen Schauspielhaus Hamburg wurde er zum Regisseur des Jahres 2018 gewählt. Richter unterrichtet als Professor an der Danish National School for Performing Arts in Kopenhagen. Ab 2020 gehört er als Autor und Regisseur zum künstlerischen Leitungsteam der Kammerspiele.

Tobias Schuster, geboren 1983 im Ruhrgebiet, studierte Politik und Theaterwissenschaft. Seit 2006 arbeitete er u. a. an der Schaubühne Berlin, am Staatstheater Karlsruhe und am Theater Lübeck. Von 2015-20 war er Leitender Dramaturg am Schauspielhaus Wien. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildeten Stückentwicklungen mit Autor*innen wie u. A. Enis Maci, Thomas Köck und Miroslava Svolikova. Mehrfach wurden von ihm initiierte und begleitete Ur- und Erstaufführungen zu Festivals wie den Autorentheatertagen Berlin, den Mülheimer Theatertagen, den Lessingtagen Hamburg und dem Festival radikal jung eingeladen. Ab 2020 gehört er als Dramaturg zum künstlerischen Leitungsteam der Kammerspiele.

Martina Taube-Jedryas arbeitet seit 1993 als Künstlerische Betriebsdirektorin an den Münchner Kammerspielen mit den Intendanten Dieter Dorn, Frank Baumbauer, Johan Simons und Matthias Lilienthal.

Katja Vater arbeitet strategisch und operativ im Bereich digitale Kommunikation mit dem Schwerpunkten Audience Development und Online Marketing. Sie hat für Big Player und KMUs unterschiedlicher Branchen (Medien, eCommerce, Mobility) digitale Kommunikations-Lösungen konzipiert und umgesetzt. Sie gehört zu den „100 Köpfe der Münchner Digital- und Kreativszene“ und den „Hidden Stars 2019“ des Medium Magazins. Zuletzt war sie bei der Süddeutschen Zeitung Digitale Medien im Audience Development und Produktmanagement tätig.

Daniel Veldhoen: Nach seiner Tätigkeit als künstlerischer Produktionsleiter am internationalen Produktionshaus Kampnagel in Hamburg, machte er sich 2011 als Kurator selbstständig. 2012 zog er von Hamburg nach Köln, wo er den Intendanzwechsel am dortigen Schauspielhaus vorbereitete. Als Referent des Intendanten und als künstlerischer Betriebsdirektor wirkte er dort sechs Jahre, bevor vom Rhein an die Isar wechselte. Seit September 2019 bereitet Daniel Veldhoen gemeinsam mit Barbara Mundel in München die neue Intendanz der Kammerspiele vor. Ab September 2020 wird er Künstlerischer Direktor der Münchner Kammerspiele.

Harald Wolff ist Schauspieldramaturg und hat in dieser Funktion (nach einem Studium der Germanistik und Philosophie in Göttingen und langen Jahren in der Freien Szene) an verschiedensten Stadt-, Staats- und Landestheatern in Deutschland und der Schweiz gearbeitet. Er ist Vorsitzender der Dramaturgischen Gesellschaft und Mitinitiator der mit dem FAUST-Preis ausgezeichneten bundesweiten Gesprächsreihe „40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten“, außerdem regelmäßig Jury-Mitglied des Kleist-Förderpreises für junge Dramatik und Gastdozent an der ZHDK in Zürich. Ab 2020 gehört er als Dramaturg zum künstlerischen Leitungsteam der Kammerspiele.


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