KammerCampus #5

KammerCampus #5

24.-26. Juni 2016: Übersetzungen im Gegenwartstheater

Vernetzung, Arbeit in Konnektiven (statt festen Ensembles), Kompatibilität mit internationalen Theaterfestivals – mit derlei Schlagworten lassen sich mittlerweile die Standards aktueller Theater- und Kunstformen umschreiben. In einer längst nicht mehr national bzw. nationalsprachlich definierten Theaterlandschaft stellt sich die Frage nach der Übersetzbarkeit bzw. den Übersetzungprozessen von Theatersprache(n) und –ästhetiken. Übertitel bieten zwar eine gewisse Verständnishilfe, doch inwieweit können sprachliche, gestische, visuelle Codes und Ästhetiken anderer Kulturkreise wie auch neue mediale Techniken zunächst einmal Verständnisbarrieren darstellen, oder umgekehrt ganz neue Sichtweisen auf eine sich verändernde Lebenswelt eröffnen?

Mit derlei Fragen nach den Grenzen und Möglichkeiten sprachlicher, kultureller, medialer und körperlicher Übersetzungsprozesse wollen wir uns in einem dreitätigen KammerCampus vom 24.-26. Juni 2016 interdisziplinär und praktisch auseinandersetzen. Im Zentrum steht Toshiki Okadas Reinszenierung seiner Arbeit „Hot Pepper, Air Conditioner and the Farewell Speech“ mit dem Ensemble sowie die Produktion „Der neue Mensch. Vier Übungen in utopischen Bewegungen“ von Ligna.

Mit dabei sind: Prof. Michaela Melián und Studierende des Studienschwerpunkt Zeitbezogene Medien der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg, PD Katharina Keim mit Theaterwissenschaftler*innen der Ludwig Maximilians Universität München sowie Dr. Florian Leitner und Studierende der Medienwissenschaft der Humboldt-Univ. Berlin.

Foto und Video (c) Annie Lerchl