Kammercampus #20

13.-16. Juni 2019: Politik der Algorithmen – Kunst, Leben, Künstliche Intelligenz

Flankierend zum Festival treffen sich Studierende der Theaterwissenschaften der LMU München sowie der Ruhr-Universität Bochum zu einem Austausch. Neben Performances, Installationen und Talks gibt es Workshops mit Christiane Schwinge und Georg Werner.

WORKSHOP 1 mit CHRISTIANE SCHWINGE
Mit Bananen Katzen steuern – Digitale Spiele und Theater

Wieso passen digitale Spiele und Theater so gut zusammen? Wie kann Digitales analog in den Raum transferiert werden? Welche Formen der Partizipation ermöglichen Games im Theater? Wie können begehbare Videospiele kreiert werden? Und was haben Bananen mit alldem zu tun?

An diesen Fragen knüpft der Workshop an und gibt Einblicke in unterschiedliche Formen und Möglichkeiten der Verknüpfung von Videospielen und Theater. Neben theoretischen Einordnungen geht es vor allem darum selbst aktiv zu werden und verschiedene Tools, Zugänge und Methoden auszuprobieren und zu erforschen. Avatare, die via High 5 gesteuert werden, analoge Textadventure im Raum, der Spieleklassiker Snake als Mannschaftssport oder Elektronische Datenverarbeitung als Streetgame sind nur einige Beispiele.

Christiane Schwinge arbeitet als freie Medienpädagogin in verschiedenen Bildungsbereichen. Seit über zehn Jahren liegt ein Fokus ihres Schaffens auf der Verknüpfung von Medienkunst und Medienpädagogik im Bereich der digitalen Spiele. Immer wieder erforscht sie dabei die Schnittstellen zwischen Theater und Games, z. B. in ihrer Arbeit als künstlerische Leitung des PLAY – Creative Gaming Festivals oder als Initiatorin der Initiative Creative Gaming.


WORKSHOP 2 mit GEORG WERNER
Der Geist der Theatermaschine. Erkundungen im Reich von Sensoren, Elektronik und Programmierung im Theater

Der Workshop geht der Frage nach, wie Lichtstimmungen, Klangereignisse oder Bewegungen (z.B. von Requisiten und Scheinwerfern) auf der Bühne durch die Performer*innen mit Sensoren ausgelöst bzw. automatisiert werden können. Im Rahmen des Workshops können die Teilnehmer*innen verschiedene Möglichkeiten dafür kennenlernen, Versuchsaufbauten testen und erste eigene Ideen umsetzen.

Georg Werner arbeitet häufig in Kooperationen mit internationalen Künstlern und Gruppen/Kollektiven im Spannungsfeld zwischen Kunst und Technik. Er ist professioneller Autodidakt, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim (Diplom), Experimentelle Mediengestaltung an der UDK Berlin und Klangkunst als Meisterschüler bei Ulrich Eller an der HBK Braunschweig. Er teilt seine Erfahrungen und sein Wissen in Workshops und Lehraufträgen. Seine künstlerische Arbeit ist geprägt von gefundenen Objekten und Räumen, die er so modifiziert, dass sie zum Entdecken einladen, die Wahrnehmung sensibilisieren und unerwartete Zugänge ermöglichen. www.georgwerner.de