KammerCampus #11: Das Politische und die Kunst

Campus #11

16.-18. Juni 2017 Das Politische und die Kunst

mit Yasser Almaamoun (Zentrum für politische Schönheit), Joanna Warsza (Public Munich Art 2018), Stephanie Weber (Lenbachhaus), Chto Delat (St. Petersburg), Burschenschaft Hysteria (Wien), Ersan Mondtag u.v.a.

in Kooperation mit der Lesegruppe "Autonomie und Aktivismus" Akademie der Bildenden
Künste (Julia Maier und Angela Stiegler), Institut für Theaterwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität (Prof. Dr. Ulf Otto), Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität / Lehrstuhl II Lessenich (Robert Jende)

Special Guest: Studierende der Klasse für "Art & Social Practice" der Portland State University



WORKSHOPS

Workshop 1
Stefanie Weber
Lenbachhaus München
http://www.lenbachhaus.de/ausstellungen/propaganda...

After the Fact. Propaganda im 21. Jahrhundert - Kuratorische und künstlerische Methoden
Die Ausstellung "After the Fact" am Lenbachhaus versucht sich an einer Bedeutungsverschiebung des Begriffs Propaganda, ohne jedoch die in der Ausstellung vereinten Kunstwerke einem strengen thematisch-kuratorischen Diktat unterwerfen zu wollen. Am ersten Workshop-Tag besuchen wir gemeinsam die Ausstellung im Kunstbau und besprechen diese mit Fokus auf kuratorische, architektonische und szenografische Entscheidungen. Am folgenden Tag konzentrieren wir uns auf zwei oder drei Kunstwerke aus der Ausstellung, die wir während des Rundgangs gemeinsam auswählen können und auf ihre (unterschiedlichen bis kontrastierenden) Methoden und beleuchten diese auch mit Hinblick auf ihre Wechselbeziehungen mit dem gegebenen Thema. Idealerweise nimmt unsere Diskussion die Ausstellung zwar zum Ausgangspunkt, beschränkt sich aber nicht auf diese. Die Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, Beispiele ihrer eigenen Praxis, Beobachtungen zu Werken, Ausstellungen, etc. mit in die Waagschale zu werfen, die mit Blick auf das Ausstellungsthema hilfreich und interessant sind. Über die kuratorischen und künstlerischen Methoden hinaus sollen, bietet es sich an, Begriffe wie 'politische Kunst' im Gegensatz zu einer politischen Dimension miteinander zu beleuchten. Wichtig: der Workshop ist kein Vortrag, sondern setzt auf die Erweiterung des Themas durch die Teilnehmenden, ihre Arbeiten oder Diskussionsbeiträge.


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Workshop 2 (ENGLISH)
Dmitry Vilensky
Chto Delat / St. Petersburg
https://chtodelat.org

Representation between exploitation and commemoration.
Who has a right to represent?
The case of Dana Schutz's painting “Open Casket” at the Whitney Biennial and many others.
In the present situation, where anti-representational strategies dominate both within the new political movements and in socially engaged art, it seems that the entire debate is reducible to a clear and simple scheme: representation equals hierarchy and is thus bad. The corresponding antithesis is that a rejection of representation equals the absence of hierarchy and is thus a good thing.
For our seminar I suggest to study not only the case of attack on Dana Schutz's painting “Open Casket” at the Whitney Biennial but also to bring into attention other similar cases which comes from recent practices and from the history of art and mass media images. I suggest to take a position between two different approaches - exploitation of the traumas and victims and practices of commemoration and tribute to the fallen. Each of participants need to take a position and advocate her view on the image – this could be expressed not only verbally but also through the body and gesture language.
Most of the images could be related to the different type of catastrophes and it raises another crucial question – is a catastrophe has universal or particular character? To speak about it one need to live through it or can we trust any position of empathy, solidarity and truth telling?
At the end of the seminar we can stage a kind of a trial in a form of Learning play when we introduce and discuss a certain cases and see together with the public if we find a common ground for judgment.


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Workshop 3 (DEUTSCH)
Burschenschaft Hysteria
Wien
https://www.facebook.com/BurschenschaftHysteria/

Die geistige und physische Erziehung im Rahmen des Schulungswochenendes wird durch die Gründungsgeschichte der ältesten Burschenschaft, genannt Hysteria, führen, sich aber auch mit traditionellen Kulturwerten, wie etwa Musikgeschichte und Kartographie beschäftigen.

Von Kaiserin Leopoldine über die Analyse der Referenzbibel moderner Musik bis zur schönen historischen Stadt ‚Wien’ an der blauen Donau, verewigt in Kartenmaterial und auf Panoramen – Abwechslung ist garantiert und ein Abriss der wichtigsten Aufgabenbereiche einer Burschenschaft werden damit fassbar.

Die traditionelle Sommersonnwend-Wanderung außerhalb der Studierkammer stärkt den Natur- und Heimatbezug zu München. Wie auch Körper und Geist zum Abschluss mittels Hopfen und Malz gestärkt werden.

Wir bitten um ein kurzes Motivationsschreiben (1.000 Zeichen, bitte am 1. Tag mitbringen), sowie um die Einhaltung der Kleiderordnung: weißes Hemd, schwarze Hose.