Kammer 2

Impulsworkshop kritisches Weißsein Theater – von wem für wen? Eigene weiße Privilegien & Prägungen wahrnehmen und reflektieren

mit Julia Lemmle

Workshop

In diesem intensiven Impulsworkshop bekommen die Teilnehmenden Gelegenheit, sich selbst zu reflektieren und bewusst(er) wahrzunehmen, wie der eigene Blick, die eigenen Selbstverständlichkeiten, Haltungen und Handlungen mit der Sozialisation als weiße Person und den damit einhergehenden Privilegien zusammenhängen.

Diskussionen um Rassismus im Theater wie die Blackfacing-Debatte zeigen immer wieder die enge Verbindung des Theaterraums und seinen gewählten Bildern mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Deshalb kann mit guter Absicht „gesellschaftskritisches“ Theater gemacht werden und gleichzeitig haben die – häufig unbewusst – gewählten Darstellungsweisen und Besetzungspraktiken eine diskriminierende Wirkung. Dieser Workshop bietet einen Raum der Selbstreflexion, um das eigene Eingebundensein in strukturelle Machtverhältnisse und die Verinnerlichung rassistischer Wahrnehmungsmuster zu erkennen und dabei die eigenen Gefühle wahr- und ernstzunehmen - als Grundlage für eine tiefgehende und produktive Auseinandersetzung mit Rassismus und der Entwicklung einer solidarischen antirassistischen Handlungsweise aus der weißen Position.

Julia Lemmle ist Coach & Trainerin für Kommunikation und kritisches weißsein. Sie ist Teil der Initiative Bühnenwatch, die sich für Theater ohne rassistische Ausschlüsse engagiert. Sie hat das "Rhetorik-Empowerment-Training für Frauen*" entwickelt und konzentriert sich darauf, Menschen bei den für sie wichtigen und notwendigen Schritten zur Veränderung zu begleiten.

Am 23. Januar / von 15 bis 18 Uhr

Anmeldung unter kammer4you@kammerspiele.de
Unkostenbeitrag: 5 Euro

Im Anschluss, um 19:30 wird die Schwarzkopie von Mittelreich (Inszenierung: Anta Helena Recke) in der Kammer 1 gezeigt.