Kammer 4

Wohnen in der Krise – ein Gespräch über die Verteilung von Wohnprivilegien

Gespräch

Am 09. Juni um 18 Uhr in Kammer 4


Auf dem Parkhaus gegenüber den Kammerspielen wohnt seit vergangener Woche der Aktionskünstler Jakob Wirth in seinem „Penthaus à la Parasit”. Seine kleine, verspiegelte Hütte steigt als architektonische Intervention regelmäßig weithin sichtbar auf Dächer, um die Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt in Frage zu stellen.

Doch das Wohnen selbst war auch schon vor der Pandemie in der Krise – das bemerkte man spätestens am Wohnen in der Krise. Die gegenwärtige Situation verschärft lediglich bestehende Ungleichheiten und macht sie offenkundig: Je nach der eigenen Wohnsituation wurden die Kontaktbeschränkungen der vergangenen Monate unterschiedlich erlebt. Während manche sich komfortabel zurückziehen konnten, entwickelten die Wohnungen vieler „schnell den Charakter von Gefängniszellen”, wie die Journalistin Laura Weißmüller (SZ) schreibt. Gemeinsam mit dem Soziologen Stephan Lessenich (LMU) und dem Künstler Jakob Wirth (Penthaus à la Parasit) erforscht die Gesprächsrunde in der digitalen Kammer 4 die unterschiedlichen (räumlichen) Bedingungen unter denen jede*r die Kontaktbeschränkungen verbracht wurden (und werden). Fragen der Architektur und Stadtplanung schließen sich wie natürlich daran an. Wie müssen Wohnungen konzipiert sein, um fortlaufend ihren Charakter zu ändern, um verschiedenste Lebensbereich, wie etwa Familienleben und Arbeit, an einem Ort zu ermöglichen?



mit Stephan Lessenich (LMU), Laura Weißmüller (SZ) und Jakob Wirth (Penthaus à la Parasit) Moderation Martin Valdés-Stauber

In Kooperation mit der

Hans Sauer Stiftung
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