Kammer 1

Kabuki Noir

Von Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen

Tanz

Die Regisseurin Monika Gintersdorfer und der bildende Künstler Knut Klaßen entwickeln seit 2005 gemeinsam mit einem deutsch-ivorischen Darsteller*innen-Team genreübergreifende Produktionen zur kulturellen Differenz. In „Kabuki Noir“ werden die traditionellen Darstellungscodes der japanischen Theater-Tanz-Musik-Form des Kabuki mit den Codes des ivorischen Coupé Décalé und des postmodernen Tanzes konfrontiert und in ein neues hybrides Bühnenritual verwandelt. Im Gegensatz zur westlichen Aufführungspraxis werden die Inszenierungen eines Kabuki-Stücks seit Jahrhunderten nicht verändert. Dadurch bekommen die dargestellten Situationen einen rituellen Charakter und hinterlassen einen starken ästhetischen Eindruck. Glamouröse Kostüme, narrative Choreografien und Bühnenelemente bilden für Nichteingeweihte ein nur bedingt entschlüsselbares Vokabular. Gintersdorfer/Klaßen greifen dieses homogene Repertoire auf und besetzen es mit ihrem Darsteller*innen-Team neu – mit einem Willen zur Formbildung für ein Theater flacher Hierarchien. In einer kulturellen Aneignung von unten werden politische, spirituelle und komische Szenen aus dem klassischen Kabuki Ausgangspunkt für eine Erzählung über sichtbare und unsichtbare Grenzziehungen unserer Zeit.


Mit Jean-Claude Dagbo alias DJ Meko, Gotta Depri, Jule Flierl, Montserrat Gardó Castillo, Hauke Heumann, Teppei Ozawa, Franck Edmond Yao alias Gadoukou la Star Co-Kostüm Marc Aschenbrenner, Eva Carbo Assistenz Sancha Méca Castro Dramaturgische Beratung Eric Parfait Francis Taregue alias SKelly, Konstanze Hanitzsch Logistik Axel Gerber Musik Teppei Ozawa, Montserrat Gardó Castillo


Produktion Gintersdorfer/Klaßen
Koproduktion HAU Hebbel am Ufer Berlin
Förderer Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

  • Thumb logo kulturreferat klein
  • Thumb bkm 2017 office farbe de
  • Thumb neu ja logo schwarz
  • Thumb logo kulturstiftung sparkasse
  • Thumb staatsministerium f r wissenschaft und kunst