Kammer 3

THOMAS MEINECKE: SELBST / Anschließend DJ Thomas Meinecke in der BAR

LESUNG, MODERATION: PAULA-IRENE VILLA

Lesung

Eine WG in Frankfurt am Main: Eva (Mode-Redakteurin, Kunsthistorikerin, „Prinzessin“), Genoveva (autodidaktische Sexualwissenschaftlerin, Forschungsschwerpunkte: Autogynophilie und Selfie Culture) und Venus (androgynes Model, Kulturwissenschaftlerin, Forschungsschwerpunkt: die Kolonien deutscher Vormärz-Auswanderer in Texas, insbesondere die Geschichte der nach Bettina von Arnim benannten libertären Kommune am Llano River). Sie fotografieren Modestrecken in der Baustelle der EZB, werden Zeuge der polizeilichen Erstürmung des Instituts für Vergleichende Irrelevanz, gehen tanzen im „Robert Johnson“ und suchen nach Zärtlichkeit jenseits einer von Freud, Foucault oder Butler als Gefängnis geschilderten Sexualität. Sie sind die Hauptfiguren in einem mal platonischen, mal erotischen Postgender-Liebesreigen, den Thomas Meinecke im Gespräch mit Paula-Irene Villa, Professorin für Soziologie und Gender Studies an der LMU in München, in der Kammer 3 vorstellt.