Kammer 3

THE CITY AS ENGINE OF TOLERANCE

Karachi, Paris, São Paulo, Shenzhen, München – Eine internationale Perspektive auf Migration

Urbanität bedeutet, aus dem privaten Rückzugsbereich in die Welt heraustreten zu können – in eine Sphäre von Fremdheit, die nach Georg Simmel durch Toleranz bis hin zur Ignoranz und Blasiertheit gebändigt ist. Urbanität ermöglicht fremd sein, anders sein, etablierte Rollen verlassen zu können. Diese Kühle in der Nähe macht Toleranz möglich und Fremdheit erträglich. Vor diesem Hintergrund bezeichnet man Stadt auch als Toleranz-Maschine, eine klassische Definition von Urbanität in der Stadtsoziologie seit Simmel. Heute betonen wir neben dem Ort der Toleranz auch den Ort der Solidarität als entscheidende öffentliche Sphäre. In dieser Dialektik von Solidarität und Toleranz sehen wir die Kraft von Städten, Migration zu bewältigen.


Die Sprecher_innen:

Tentative Collective (vertreten durch Yaminay Nasir Chaudhri, Hajra Haider, Fazal Rizvi) – Künstlerkollektiv, Karachi
ArchiDebout (vertreten durch Jean Navarra und Sébastien Kurt) – Architekten, Paris
Renato Cymbalista – Stadtplaner, São Paulo
Doreen Heng Liu – Architektin, Shenzhen
Sophie Wolfrum – Urbanistin, München

Moderation: Amira El Ahl, Journalistin


In englischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung.


Die Veranstaltung befragt den öffentlichen Raums als Plattform politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzung und schließt an die Live-Videokonferenz „No Limits? Globale Perspektiven auf Migration und Flucht. Istanbul / Mexiko-Stadt / München“ ebenso an, wie an das Symposium „Public Space: Fights and Fictions“.


„City as engine of tolerance“ ist ein gemeinsames Projekt des Goethe-Instituts, der Münchner Kammerspiele und der Technischen Universität München – Lehrstuhl für Städtebau und Regionalplanung – und wird von der Hans Sauer Stiftung und Graphisoft gefördert.

In Kooperation mit

Goethe-Institut
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