Kammer 1

TEACH-IN

Vorträge, Gespräche und Diskussionen mit Expert*innen im Rahmen von „1968“

BEGINN JEWEILS 90 MINUTEN VOR VORSTELLUNGSBEGINN VON „1968


8. Februar, 18.30 Uhr, Erasmus Schöfer: „Ein Frühling irrer Hoffnung“ oder die „Die Mimen proben den Seilakt“

Der Autor Erasmus Schöfer liest aus seinem Roman „Ein Frühling irrer Hoffnung“ und schildert die Situation rund um die Kammerspiele 1968.


9. Februar, 18.30 Uhr, ReReRevolte

Thomas Zacharias trägt aus seinem unveröffentlichten Manuskript AKADEMIE UND IRRWITZ vor. Von 1966-1995 war Zacharias Professor an der Akademie der Bildenden Künste München und wurde so zu einem der Akteure der 68er Studierendenproteste. In einem Teach-In trifft er auf die dritte Generation der Revolte.

Eine Veranstaltung der Münchner Kammerspiele mit Akzenten aus der Gegenwart der Akademie der Bildenden Künste München.


11. Februar, 18.30 Uhr, Klaus Theweleit und KammerCampus #15


12. Februar, Mehr Informationen in Kürze


17. Februar, 18.30 Uhr, Robert Stockhammer – 67 statt 68: für einen erweiterten Begriff der Politik.

Zu 68 gibt es nichts mehr zu sagen. Aus dem „Ereignis“ ist wahlweise ein „Gegenstand der Geschichtswissenschaft“ oder ein „Mythos“ geworden; die Übertreibungen sind zurückgenommen, die Irrtümer korrigiert. Vielleicht aber hat schon 68 selbst, nicht erst seine Nachgeschichte, einen seinerzeit entwickelten Begriff der Politik wieder verkürzt, indem es die radikalen Experimente in Kunst, Alltag und Theorie aus dem Feld des Politischen ausgrenzte, zu dem sie 1967 noch gehörten. Dieses Buch (re)konstruiert daher einen Zusammenhang von literarischen und theoretischen Texten, von Popmusik, Filmen, Aktionen und Grammatologie aus dem Jahr 1967 und schlägt vor, daraus eine alternative Chiffre abzuleiten: 67 als „Sondierung der Basisstruktur der Sprache“ – und damit als Arbeit an den Grundlagen des Politischen überhaupt. (Pressetext)


18. Februar, 16.30 Uhr, Norbert Frei

Norbert Frei schildert in seinem Buch „ 1968 – Jugendrevolte und globaler Protest“ die unterschiedlichen Beweg- und Hintergründe dieser globalen Revolte. Er geht dabei konkret auf die verschiedenen kulturellen Bedingungen ein und gibt einen vertiefenden Einblick, insbesondere in die Entstehungsgeschichte der deutschen 68er Bewegung Sein eindringlicher Überblick stellt die deutsche Studentenbewegung insofern in jenen internationalen Zusammenhang, aus dem heraus vieles überhaupt erst zu verstehen ist. In den Kammerspielen wird er in einem Vortrag auf Aspekte seines Buches eingehen.


19. Februar, 18.30 Uhr, Gretchen Dutschke – 1968. Worauf wir stolz sein dürfen

Gretchen Dutschke ist gebürtige Amerikanerin und ging für ihr Theologiestudium nach Deutschland, wo sie im Sommer 1964 ihren späteren Mann, Rudi Dutschke, kennenlernte. Zusammen mit ihm, einem der führenden Sprecher der bundesrepublikanischen Studentenbewegung, hat sie den Aufbruch der sogenannten 68er aktiv miterlebt. Nach dem Attentat im Jahr 1968, das Rudi Dutschke nur knapp überlebte, begann für das Paar eine jahrelange Odyssee durch halb Europa. In Dänemark ließen sie sich schließlich nieder, wo Gretchen Dutschke – wie auch ihr Mann – an der Universität Aarhus einen Lehrauftrag übernahm. Nach dem frühen Tod ihres Mannes, der eine Spätfolge des Attentats war, kehrte sie 1985 zunächst in die USA zurück, ging dann für einige Zeit nach Vietnam und kam 2009 nach Deutschland zurück. Gretchen Dutschke hat drei Kinder und lebt heute in Berlin-Friedrichshain. Moderation: Lars Langenau (SZ Magazin)


20. Februar, Elisabeth Zellmer - Töchter der Revolte

In ihrem Buch "Töchter der Revolte? Frauenbewegung und Feminismus der 1970er Jahre in München“ hat sich Elisabeth Vollmer mit der nach 1968 aufkommenden Frauenbewegung beschäftigt und dafür insbesondere auch die Münchner Verhältnisse im Jahr 1968 analysiert. Trug die Revolte von 1968 wirklich zur Wende für die Leben der Frauen bei?


12. März, Mehr Informationen in Kürze


13. März, 18.30 Uhr, Rainer Langhans

Rainer Langhans ist Münchens bekannte Gesicht von 1968 bis heute, das, was man gemeinhin Symbolfigur nennt. Wie jedoch blickt er aus heutiger Perspektive auf die bewegte Zeit von damals zurück, wie verändert sich die eigene Perspektive im Laufe des Lebens? Was könnte eine aus der gelebten Praxis hervorgegangene Analyse von 1968 sein? Rainer Langhans wird seine Gedanken darüber in den Kammerspielen teilen.


14. März, 18.30 Uhr, Thomas Wagner – „Die Angstmacher 1968 und die neuen Rechten“

Thomas Wagner stellt in seinem Buch erstmalig heraus, wie wichtig 1968 für das rechte Lager war, weil es einen Bruch in der Geschichte des radikalrechten Spektrums markiert, der bis heute nachwirkt. 1968 ist nicht nur die Geburtsstunde einer neuen Linken jenseits der Sozialdemokratie, sondern auch die einer neuen Rechten schreibt er einleitend. In den Kammerspielen wird er über seine Thesen sprechen.



Die temporäre Tamtam-Bar im Foyer der Kammer 1 ist vor und nach der Vorstellung von „1968 geöffnet.