Kammer 2

STOP BEING POOR

VON UND MIT BY PROXY

Performance

In „Stop Being Poor“, ihrer ersten Bühnenarbeit überhaupt, beschäftigen sich By Proxy mit den Anstrengungen, die wir unternehmen, um unsere Sorgen zu kompensieren, unsere Dämonen und Ängste zu unterdrücken, damit wir im omnipräsenten Wettbewerb immer schön vorne bleiben. Das aus Norwegen stammende und aus Szenographen und Performern bestehende Kollektiv geht der Frage nach, wie Ökonomie den menschlichen Körper beeinflusst und wie tief sie sich selbst in den elementarsten menschlichen Beziehungen eingeschrieben hat. Die Performance setzt sich aus einer Serie von Spielstrukturen zusammen. Jeder Arbeitstag bringt seine Gewinner und Verlierer hervor. Es geht um Chefs und ihre Angestellten. Zu Beginn der Vorstellung sind die Besucher aufgefordert, das Bühnenbild gemeinschaftlich selber aufzubauen. Auf diese Weise wird eine Verbindung zwischen dem Publikum, dem Raum und den Objekten aufgebaut. Wie können sich die Darsteller und Performer in dieser Ordnung behaupten?

Die Produktion entstand 2015 als freie Abschlussinszenierung an der Norwegischen Theaterakademie Fredrikstad und wurde mit dem Preis des 12. Körber Studio für Junge Regie ausgezeichnet.