Kammer 2

STOLPERSTEINE STAATSTHEATER

DOKUMENTARTHEATER VON HANS-WERNER KROESINGER / NUR WENIGE VORSTELLUNGEN

Sie sind aus den öffentlichen Räumen kaum mehr wegzudenken, und auch vor dem Staatstheater Karlsruhe liegen bislang zwei: Die Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnern dort an die Sängerin Lilly Jankelowitz und an den Schauspieler Paul Gemmeke. Sie rufen das traurigste Kapitel der deutschen Kulturgeschichte auf. Theater, eben noch Orte der Freiheit und der Avantgarde, ließen sich als erste große Institutionen unmittelbar nach der Machtergreifung gleichschalten. So auch in Karlsruhe, einer Stadt, die sich heute rühmt, ein Ort der Toleranz zu sein – und doch die Hauptstadt des „ersten judenfreien Gaus” war. Mit „Stolpersteine Staatstheater“ wurden Hans-Werner Kroesinger und Regina Dura, zwei der wichtigsten freien Dokumentartheatermacher in Deutschland, zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Das Gastspiel an den Kammerspielen versteht sich auch als Beitrag zu einer Debatte, die in München während der vergangenen 15 Jahre besonders emotional geführt wurde. Die Verlegung von Stolpersteinen im öffentlichen Stadtraum ist hier nach wie vor verboten.

Am Freitag, den 03.März, findet im Anschluss ein Publikumsgespräch mit Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura (Regieteam) sowie Marian Offman (CSU-Stadtrat und Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde) und Jutta Fleckenstein (stellvertretende Leiterin des Jüdischen Museums München) statt. Moderation: Prof. Dr. Winfried Nerdinger (Direktor NS-Dokumentationszentrum München).

Mit Veronika Bachfischer, Antonia Mohr, Jonathan Bruckmeier, Gunnar Schmidt Inszenierung Hans-Werner Kroesinger Bühne und Kostüme Rob Moonen Musik Daniel Dorsch künstlerische Mitarbeit Regine Dura Dramaturgie Annalena Schott, Jan Linders Theater Pädagogik Verena Lany

Eine Produktion des Badischen Staatstheaters Karlsruhe