Kammer 1

KÖNIG LEAR

VON WILLIAM SHAKESPEARE, ÜBERSETZT UND BEARBEITET VON THOMAS MELLE

Inszenierung: Stefan Pucher

Schauspiel

No Country for Old Men? Die Welt hat sich geändert, und für König Lear ist es Zeit, seine Macht an die nächste Generation weiterzureichen. Nur tatsächlich loslassen kann er nicht – viel zu sehr ist er die Privilegien gewöhnt, die ihm sein Leben lang selbstverständlich waren. Mit dem bevorstehenden Machtwechsel verändert sich der Blick: Sind die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht bestimmt von den Immergleichen, seit Jahrtausenden schon? Bedarf es nicht dringend eines Umsturzes – kalt und strukturell? So oder so, bestimmt wird das Spiel nun von Lears Töchtern – sie sind an der Reihe, die Verantwortung für eine andere, noch unbestimmte Zukunft zu übernehmen. Wie radikal muss der Wandel sein? Wie viel Zeit bleibt für den Zweifel? Muss der Vater sterben, damit die Töchter frei sein können? Wie sieht die zukünftige Welt aus? Besser, schlechter oder einfach anders?
Thomas Melle, Autor von „Die Welt im Rücken“ und Autor und Gegenstand von Stefan Kaegis „Unheimliches Tal / Uncanny Valley“ zu Beginn der letzten Spielzeit, hat für die Inszenierung von Stefan Pucher an den Münchner Kammerspielen Shakespeares Königsdrama neu übersetzt und bearbeitet.


08. Dezember 2019: Mit Audiodiskreption für Blinde und Sehbehinderte.
Buchung geeigneter Plätze bis 29.11. unter theaterkasse@kammerspiele.de oder 089 233 96600.




HINWEIS
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Mit

Thomas Hauser, Gro Swantje Kohlhof, Jelena Kuljić, Christian Löber, Wiebke Puls, Thomas Schmauser, Anna K. Seidel, Samouil Stoyanov, Julia Windischbauer

Videodesign

Ute Schall

Live-Video

Hannes Francke, Ute Schall

Inszenierung

Stefan Pucher

Bühne

Nina Peller

Licht

Stephan Mariani

Musik

Christopher Uhe

Kostüme

Annabelle Witt

Dramaturgie

Helena Eckert, Tarun Kade

Premiere am 28. September 2019

pressestimmen

„So wie in dieser Spielzeiteröffnung der Münchner Kammerspiele hat man die Tragödie von König Lear noch nicht gesehen. So jung noch nicht, nicht so witzig und nicht so entschlossen in die Gegenwart und ihre hitzigen Debatten gestemmt.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Das Ende ist Stefan Puchers Inszenierung freilich nicht, sondern vielmehr der Beginn der neuen Spielzeit im großen Haus der Münchner Kammerspiele. Und was für ein fulminanter Beginn! Nicht zuletzt dank der klugen, flapsigen, berührenden Text-Neufassung von Thomas Melle entstand eine komische, süffig-sinnliche Shakespeare-Sause, wie sich's gehört – und zugleich als eine schriftliche Reflexion.“ (Münchner Merkur)

„Stefan Pucher (…) erschafft einen rasanten, ungeheuer dichten Abend, an dem das gesamte Ensemble mit Lust bis zur Verausgabung spielt.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Melles erweiterte Neubesetzung mäandert zwischen derb, poetisch, akademischen Wendungen und Kalauern. Mal geht es etwas steif um „Disruption“ versus „unhinterfragte Verstetigung“, dann ist es wieder irre komisch, allein, weil das großartige Endemble die Pointen so beiläufig setzt, als hätte es sie versehentlich fallenlassen.“ (nachtkritik.de)

„Es ist immer auch eine Ironie dabei, ohne allerdings den ernsthaften Kern dieser sehr einleuchtenden Neusicht auf den alten Lear nur einmal zu verraten.“ (Deutschlandfunkkultur.de)

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