Kammer 1

Konzert: Julia Holter

Mit nur fünf Studioalben hat sie bereits ein Gesamtwerk aufgebaut, das sie als eine der bedeutendsten Songwriterinnen der Gegenwart ausweist. Mit geradezu unheimlicher Leichtigkeit verfügt Julia Holter über die gesamte Tradition des abendländischen Kunstlieds und verbindet sie mit den Formexperimenten der Neo-Avantgarden und den jüngsten Entwicklungen innerhalb der elektronischen Musik. „Aviary“, ihr neues Werk, ist voller überraschender Wendungen und schillernder Arrangements und, in den Worten der in Los Angeles lebenden Künstlerin, eine epische Reise durch „die Kakophonie des Geistes in einer schmelzenden Welt“. Der Titel wurde durch eine Kurzgeschichte der Schriftstellerin Etel Adnan angeregt: „Ich befand mich in einer Voliere voller kreischender Vögel“. Dieses Szenario könnte einem Horrorfilm entstammen, ist nach Ansicht von Julia Holter aber auch eine treffende Metapher für das Leben im Jahr 2018, mit seinem undurchdringlichen Gewirr von politischen Skandalen, bizarren Naturkatastrophen und Stimmen, die ihre Wünsche und Ressentiments in die Leere schreien.

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