AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE

POLITIK DER EMOTIONEN / MACHT DER AFFEKTE: POLITIK DER ANGST

MIT SERHAT KARAKAYALI UND JOHANNA HÖHMANN / AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE / Eintritt frei

Gespräch

Was ist ein Affekt? Wie kann er politisch werden? In welcher Weise verändern digitale Kommunikation und soziale Netzwerke den Einfluss von Emotionen auf Gesellschaften und ihre Steuermechanismen? Gerade in aktuellen Ereignissen scheinen sie als Währung hoch im Kurs zu stehen – leider oft genug im Dienste restitutiver und reaktionärer Bemühungen um Ausgrenzung und Abschottung. In einer neuen Reihe thematisiert das cx centrum für interdisziplinäre Studien an der Akademie der Bildenden Künste München Affekte und Emotionen in Verbindung zu Machtstrukturen und als bedeutende zeitgemäße Analysekategorie des Sozialen. Es geht um emotional gesättigte Glücksversprechen, heraufbeschworene Angstszenarien und Wutausbrüche, aber auch um die eher positiv bewertete Macht von Empathie und Solidarisierung. Im Dezember stehen zwei Veranstaltungen auf dem Programm, die in Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen entstanden sind. Der Soundtheoretiker Jace Clayton, als Musiker auch unter dem Alias DJ Rapture bekannt, diskutiert mit Ben Anderson, Professor für Geographie, über „Affektive Atmosphären“ (05.12. in Kammer 3). Serhat Karakayalı, Migrationsforscher, Berliner Institut für Integrations- und Migrationsforschung, Humboldt-Universität Berlin, spricht zum Thema „Politik der Angst“. Da Yael Ronen (wegen der Vergabe des Europäischen Theaterpreis, Rom) die Teilnahme an der Veranstaltung POLITIK DER ANGST in der Akademie der Bildenden Künste München (12.12.2017 / 19.00 / Historische Aula im Altbau) absagen musste, wird Johanna Höhmann mit Serhat Karakayali auf dem Podium sitzen.

Am 12. Dezember 2017 / Akademie der Bildenden Künste / A.EG.15, Akademiestraße 2
Alle Informationen zur Reihe finden Sie hier.