Kammer 2

HAMLET / GASTSPIEL VON BORIS NIKITIN

NICHT VERPASSEN - NUR ZWEI VORSTELLUNGEN

Performance

In der ersten Spielzeit unter der Leitung von Matthias Lilienthal debütierte er an den Kammerspielen mit einer Arbeit, die den Vorgang des Intendantenvorsprechens wie ein Readymade behandelte und ihn als kulturelle Konvention einer Analyse zuführte. Nun kehrt Boris Nikitin mit einer neuen Produktion nach München zurück. Sein „Hamlet“ ist keine Nacherzählung von Shakespeares Stoff. Der in Basel lebende Regisseur benutzt die Geschichte als Folie, um über Identität, Individualität, Wahn und Wirklichkeit nachzudenken. In einer Mischung aus experimenteller Dokumentar-Performance und queerem Musiktheater übernimmt der Performer und Elektromusiker Julia*n Meding den Part eines zeitgenössischen Hamlets, der gegen die Wirklichkeit aufbegehrt. Unterstützt von dem preisgekrönten Basler Streichquartett „Der musikalische Garten“, begibt sich Meding auf eine Tour de Force, in der er sich, seinen Körper und seine Biografie den Blicken des Publikums aussetzt. Ist das überhaupt Meding? Oder Hamlet? Ist alles nur Spiel? Sein oder Nicht-sein? Oder beides zugleich? „Hamlet“ ist poetische Revolte: roh, grobkörnig, konfrontativ, asozial, schillernd. Im Juli weiterhin im Programm ist auch Christopher Rüpings Inszenierung „Hamlet“, in welcher der Hausregisseur den Stoff für drei Darstellerfiguren verdichtet.



Konzept, Regie, Text Boris Nikitin Performance, Text Julia*n Meding Songs Uzrukki Schmidt Barockensemble Der musikalische Garten Ausstattung Nadia Fistarol Video Georg Lendorff, Elvira Isenring Dramaturgie, Ton Matthias Meppelink Musikalische Konzeption, Sound Boris Nikitin, Uzrukki Schmidt, Matthias Meppelink, Der musikalische Garten

Koproduktion mit Kaserne Basel, Gessnerallee, Théâtre Vidy-Lausanne, Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr mit Unterstützung von La Villette Paris, Münchner Kammerspiele, HAU Hebbel am Ufer, Südpol Luzern, Förderer Fachausschuss Theater und Tanz BS / BL, Pro Helvetia, Ernst Göhner, Migros Kulturprozent, Kunststiftung NRW.

Die Münchner Premiere wird unterstützt von:

Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung
  • Thumb logo magenta de
pressestimmen

„Es ist ein Abend, der uns festhält, weil er uns schwanken lässt […] Wie wenig andere führt Boris Nikitin das Theater derzeit an einen kritischen Punkt.“ Theater heute

"Hamlet hebt die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit im zeitgenössischen Performancetheater auf eine neue Stufe. […] Auf der Bühne lässt sich der Blick für die Kippfiguren schärfen und lässt sich einstudieren, wie wir es lernen können, etwas robuster auch selbst zu kippen." Dirk Baecker, Theater der Zeit