MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER

von Bertolt Brecht mit Musik von Paul Dessau

Inszenierung: Thomas Schmauser

Schauspiel

„Mutter Courage und ihre Kinder“ ist eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg und wurde von Bertolt Brecht und seinen Mitarbeitern im schwedischen Exil vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges geschrieben (1938/39). Erzählt wird die Geschichte der Marketenderin Anna Fierling, genannt Mutter Courage, die versucht, im Krieg ihre kleinen Geschäfte zu machen. Den Krieg lässt die Courage sich nicht madig machen, denn er ernährt sie und ihre drei Kinder. Aufpassen muss sie nur vor den Militärs, die ihre Söhne mit falschen Versprechungen in den sicheren Tod locken wollen. Aber die Courage weiß vom falschen Spiel um „schöne Kappen und Stulpenstiefel“ und redet Klartext, wann immer sie kann, denn Mutter Courage ist eine „Hyäne des Schlachtfelds“.

„Viel bequemer ist es natürlich, auf der sicheren Seite zu bleiben, nicht zu springen, weiter zu beobachten, weiter zu schauen und nicht zu traurig zu werden, bevor man stirbt. Das fasziniert mich bei Brecht, dass seine Texte diesen Vergegenwärtigungsmoment, diese Gegenüberstellung wagen und sich nicht in Poesie auflösen.“ (Thomas Schmauser)

Mit

Peter Brombacher, Leonard Klenner, Lena Lauzemis, Christian Löber, Stefan Merki, Ursula Werner

Inszenierung und Bühne

Thomas Schmauser

Kostüme

Estelle Cassani

Musik

Ivica Vukelic

Licht

Jürgen Kolb

Dramaturgie

Matthias Günther
pressestimmen

"In diesem Sammelsurium der an Leib und Seele Verstörten, Zerstörten, Versehrten sitzt im Zentrum Ursula Werner. Bauernschlau und hart ist ihre Courage [...] Am Ende ist sie allein, sind alle tot, sind auch die letzten Zauberkunststückchen von Licht und Bühne verschwunden, steht da einfach ein Mensch und hart hämmern die Akkorde des Klaviers. [...] Da wird dieser auch grimmig lustige Abend zu einem Fanal. Und eben, man wundert sich über Brecht, darüber, dass manches von ihm doch überdauert." (Süddeutsche Zeitung)

"Vor allem Ursula Werner und Peter Brombacher sind die Gravitationskräfte, die mit innerer Ruhe die Groteske erden. Schön ist es, die beiden vereint zu sehen. Brombachers Feldprediger ist ja wohl auch in Werners widerborstige, aber irgendwo zärtliche Courage verliebt. [...] Und wie bezaubernd das Ende ist, mit der singenden Ursula Werner, die hinter dem Vorhang zum Schatten wird." (Abendzeitung)